Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ein Meilenstein zum Jahreswechsel

Nach 938.000 Anschlägen und 138.000 Worten ist die erste Fassung meines "Bauchschmerzprojektes" soeben fertig geworden. Das Wort "ENDE" ist geschrieben, und ich fühle mich nach all der Arbeit ein wenig seltsam.
Aber so ist das eben. Jetzt folgt eine ausgedehnte Pause, und dann - ach ja, dann stehen die Expos für die kommende ATLAN-Trilogie auf dem Plan.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Extraterrestrial Badge Set


Für jemanden wie mich ein ganz besonders schönes Weihnachtsgeschenk: Das "Extraterrestrial Badge Set", entworfen und hergestellt von meiner Schwester.
Mehr davon gibt's in naher Zukunft unter http://www.itchy-design.de/ - oder natürlich hier!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Sie rennt und rennt ...

Soso, Forscher haben also die Marathon-Rennmaus gezüchtet (sozusagen die Duracell-Ausgabe). Das erinnert mich an die mutierten Rennvirpine der Thrint, die natürlich nicht von Forschern, sondern von den dummen Tnuctipun-Sklaven gezüchtet wurden. Bevor sie dann die Bandersnatcher schufen, riesige Fleischlieferanten mit übergroßen Gehirnen (weil die Gehirne als Delikatesse gelten). Natürlich können die Bandersnatcher nicht denken, man will sie ja essen. Aber natürlich betrügen die Tnuctipun ihre brutalen Herren, und die Bandersnatcher sind hochintelligent und bereiten für die Tnuctipun die Revolution vor.

Aber am Anfang ging es nur um die Rennvirpine.
Ehrenwort!


Larry Niven - Welt der Ptavv, 1966
Randy Blakely - Vanderbild University School of Medicine, 2010

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Atlan "Sternensplitter" bei FanPro!

Heute wurde es verkündet: Die neue FanPro-Trilogie um die Abenteuer des unsterblichen Arkoniden-Imperators ATLAN erscheint ab Dezember 2010 unter dem vielversprechenden Namen "Sternensplitter".
Beginnen wird die Reihe mit dem Roman Taucher im Lavastrom aus der Feder des "neuen" ATLAN-Autors Oliver Fröhlich. Das phantastische Titelbildstammt stammt wie gewohnt von Arndt Drechsler (der diesmal tatsächlich mit Lava zu Werke gegangen sein muss), die Exposees aus der bewährten Werkstatt von Michael Marcus Thurner. Ich freue mich schon darauf, den Roman in Händen zu halten - spannende und kurzweilige Unterhaltung ist garantiert!
Gleichzeitig ist es ein Startschuss, selbst wieder Papier und Stift (ok, das Notebook) herauszukramen, denn wer weiß, was kommt - nach der Trilogie ist schließlich, wie unser Fußballfan Achim Mehnert sagen würde, vor der Trilogie ...

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Zuckerwatte in der Luft - YouTube & Co.

Es war im Sommer 2009, als mich eine Fügung der modernen Industriewelt überraschend für einen Tag in die USA verschlug - eine einzigartige Gelegenheit für technische Gespräche, die nicht ungenutzt verstreichen durfte.

Der Flug war chaotisch. Unter anderem fehlten, als die 747 in Amsterdam vom Gate ging, noch die Kollegen, die alle wichtigen Informationen - welches Hotel, wo findet das Treffen statt, mit wem denn eigentlich genau, usw. - in den Taschen respektive Köpfen hatten. Nur eine Nachricht auf meiner Mailbox führte mich schließlich ins richtige Hotel (Danke, Daniela!), das Hyatt Regency in Detroit/Dearborn, gleich neben Ford (gut, ganz Detroit ist "gleich neben Ford"). Aber das Zimmer war schön und groß.

Dann kamen Anspannung und Jetlag durch. Trotz Müdigkeit war an Schlaf nicht zu denken. Draußen schien die Sonne ... Außerdem ist ein riesiges Hotel, das man praktisch für sich alleine hat, langweilig bis deprimierend. Und alleine auf Reisen zu gehen, war ich auch nicht mehr gewohnt. Was tun also - die Bar?

Schließlich folgte ich meiner alten Gewohnheit, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Das hat in meiner einstigen "Wahlheimat" Südafrika schon für reichlich Kopfschütteln gesorgt, und nicht weniger in den USA - ein Blick in GoogleEarth zeigt sofort, warum: Außer dem Hotel und einer gigantischen Mall im Zentrum eines nahezu unendlichen Parkplatzes (ok, und ein paar Bäumen) gibt es rings um das Hyatt nichts, was man einfach so zu Fuß erreichen könnte (außer Ford).

Aber die Luft war herrlich warum und roch aus unbekannten Gründen tatsächlich nach Zuckerwatte, was in Kombination mit meiner Müdigkeit wohl meine - hah! - Abenteuerlust geweckt hat. Außerdem hörte ich, von irgendwo her, Musik ...

Die Spur führte mich zu einem richtig hübschen Restaurant ("The Big Fish") voller quirliger, junger Leute und mit einem reichlichen Vorrat an eiskaltem Bier (ich liebe es). Im Ausland kommt man meistens schnell mit den Leuten ins Gespräch, so auch hier, an der Freiluft-Bar, wo eine richtig gute kleine Band spielte. Fischbällchen auf Tellern wanderten umher, noch mehr Bier floss; einer löste sich aus der Runde, denn er war der Gitarrist der Band, und seine Pause war vorbei. Der Abend war kurzweilig und richtig nett; die USA kramten trotz der Krise, die damals schon richtige Breschen in Detroit schlug, all ihre Gastfreundschaft heraus, und der müde Gast aus "good ole Europe" fühlte sich pudelwohl.

Fast genau ein Jahr später entstand am gleichen Ort das folgende YouTube-Video. Übrigens, wer typisches BluesRockBalladenZeugs mit guter Instrumentierung mag, dem empfehle ich den Song "Bob's Tavern" von Pat Brennan - das war der Keyboarder; mein "Bierkumpel" Dan spielt darauf die Gitarre, und der Saxophonist - nun der mache durchgehend Musik und hatte kaum Zeit zum Bier trinken ...



PS: Ich nenne zwar das gleiche Keyboard mein Eigen, aber damit hören auch schon die Parallelen auf ...

Donnerstag, 9. Dezember 2010

The Dragon Has Landed


SpaceX hat erfolgreich ihre Dragon-Raumkapsel gestartet, im Orbit Manöver ausgeführt und das Raumfahrtzeug sanft und sicher zur Erde zurückgebracht.


Gratulation! Ich fühle mich wieder wie ein kleiner Junge. Ad Astra!


Freitag, 26. November 2010

Die Vorbereitungen laufen ... langsam

Resümee nach einer kurzen Durchsicht des Geschwurpsels: Es sind immer die Kleinigkeiten, die einem eine Warnung sein sollten ... Zwei Posts der Kategorie "Zurück aus ..." und zwei Posts der Kategorie "Immerhin ..." in dichter Folge, dazu geradezu wortkarge Titel - wie war das doch gleich? Im Alter folgt der Geist eben eingefahrenen Bahnen?

Nein, ich bin nicht alt. Ich fühle mich höchstens alt. Ist wohl eine Zivilisationskrankheit. Bei der Zivilisation auch kein Wunder ...

Ansonsten stricke ich an Neuigkeiten, um die Durststrecke endlich zu beenden.

Dienstag, 16. November 2010

Giganten

Ich hatte heute das besondere Vergnügen eines Besuchs in der Endausstattung des Airbus A380 - es gibt Kontakte akademischer Natur, die auch einem Sprössling der "Automobilen Industrie" manchmal in Gefilde führt, die etwas dichter an den eigenen Jugendträumen angesiedelt sind. Man könnte ja viel über Technik, Wissenschaft und ihre Rollen in der Gesellschaft diskutieren - speziell die industrielle Ausprägung oder die allgegenwärtige "Auftragsforschung" - aber nichts desto trotz muss ich feststellen: Es ist schon beeindruckend, was sich da in die Lüfte erhebt. Aus der Ferne eines Flughafens betrachtet, wirkt dieses Flugzeug zwar groß, aber nicht wirklich gigantisch - doch genau das ist der A380, wenn man direkt unter ihm steht und feststellt, dass jedes Triebwerk den Durchmesser eines Kurzstreckenjets besitzt. Airbus bietet Führungen an, und wer nach Hamburg kommt, der sollte die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und sich diese Meisterleistung einmal aus der Nähe ansehen. Manchmal tut es wirklich gut, mit dem Produkt jener alltäglichen Kämpfe konfrontiert zu werden, die uns in der Branche flächendeckend beschäftigen - der Zwang zu Innovationen, die technische Risiken, die Ausgereiftheit von Entwicklungsständen, über viele Länder verteilte Projektteams, Prozeduren und Spezifikationen vom Ausmaß mehrerer Telefonbücher, Zeitmangel, Geldmangel, Personalmangel, Marktunsicherheiten - aber am Ende funktioniert es doch. Und die Kollegen grinsen still in sich hinein, wenn wir mit offenen Mündern dastehen und uns fragen, wie in aller Welt man eine solche Entwicklung am Ende in die Luft bringen konnte.
Ach, und der kleine Brunder der A380 hat uns dann auch ganz brav wieder von Hamburg nach Hause gebracht - unauffällig und ohne Fehl und Tadel, wie es jeder Ingenieur gerne sieht.

Freitag, 12. November 2010

Blechkameraden

Neulich gab es im Perry Rhodan Forum eine interessante Diskussion über künstliches Leben - und zwar im Sinne der Frage, wann (und wie) ein künstliches Objekt "lebendig" wird, indem es sich eine eigene Seele zulegt, oder zumindest doch einen Verstand - womit die Sache für mich bereits unklar wird: wo soll(te) man denn nun diese Grenze überhaupt suchen oder ziehen? Über diesen und viele andere Aspekte dieser Thematik könnte man natürlich seitenlang diskutieren (und hauptsächlich spekulieren), was im Forum auch getan wurde und deshalb hier nicht widerholt werden soll. Es hat mich aber sehr an meine eigenen Anfänge im Bereich Science Fiction Ende der 70er Jahre erinnert, als mich die mit Gehirnen ausgerüsteten Schiffe des Mark Brandis ebenso faszinierten wie die Posbis der Perry Rhodan-Serie. In meinen drei ersten (veröffentlichten) Kurzgeschichten ging es denn auch um einen Roboter, der die Welt verbessern wollte, einen, der an ihr Verzweifelte und sich in den Tod stürzte, und einen Computer, der die Rolle eines Menschen erschleicht, um das Leiden eines solchen zu lindern ... Bis heute hat mich die Fragestellung nie so ganz ganz losgelassen, was Leser der ATLAN-Taschenbuchreihe bei FanPro (Monolith-Zyklus) vielleicht an der Figur des Calipher bzw. Calipher-SIM bzw. Calipher-Geist erahnen können.
Wenn es aber einen solchen der Künstlichkeit entstiegen Geist gäbe - was würde er tun? Alles besser machen als wir? Resignieren? Oder einfach so tun, als wäre er auch nur ein Mensch?

Papiertiger

Ich weiß nicht, ob die folgenden beiden Meldungen etwas über die Zukunft der Menschheit im All aussagen oder nicht, aber unterhaltsam finde ich sie trotzdem:
Das britische Fluggerät Vulture-1 hat erstmalig erfolgreich Bilder vom Rand des Weltalls übermittelt und diese Mission auch unbeschädigt abgeschlossen.
Ich weiß, das klingt jetzt nicht gerade aufregend, aber Vulture-1 ist keine Rakete und auch kein Höhenaufklärer, ist kein Geisteskind von Burt Rutan (Spaceship One) oder Elon Musk (Falcon 9), sondern ein ... Papierflugzeug. Aus - eben. Aus Papier. Etwas überdimensioniert, aber doch nur aus Papier. Damit wurde der erste Meilenstein des internationalen Unternehmens Paper Aircraft Released In Space (PARIS) erfolgreich absolviert, der auf eine japanische Initiative zurückgeht (genannt: Wir werfen Papierflieger aus der internationalen Raumstation ISS und lassen uns überraschen).
Sind das die Anfänge einer ganz neuen Technologie? Es könnte uns einiges bevorstehen, insbesondere, wenn man noch die zweite Meldung hinzunimmt: Diesmal geht es um leichtgewichtige Bauelemente für Raumstationen und Raumschiffe, die im All aus - nein, nicht aus Papier, sondern aus Rohstoffen gefertigt werden, die als platzsparendes Granulat von der Erde oder theoretisch auch dem Mond geliefert werden. Hintergrund sind bahnbrechende Weiterentwicklungen im Bereich des 3D-Drucks von komplexen mechanischen Baugruppen. Die neugegründete Firma Made in Space scheint ernsthaft gewillt zu sein, diesen revolutionären Ansatz in die Tat umzusetzen und sammelt derzeitig die benötigten Geldmittel ein, um einen ersten Drucker auf der ISS zu installieren.
Einen gewissen Charme kann man der Idee nicht absprechen. Immerhin besteht die Zukunft im Erfolgsfall dann nicht nur aus ... (politischem) Papier.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Verwirrung um die Nachbarn

Kann es tatsächlich Leben auf Gliese 581g geben - dem ersten erdähnlichen Planeten, der je in der bewohnbaren Zone um eine Sonne entdeckt wurde (mit Ausnahme der Erde natürlich)? Hat uns von dort tatsächlich schon vor zwei Jahren ein kurzer, intensiver Lichtpuls erreicht, wie der Astronom Ragbir Bhanthal vor wenigen Tagen meldete? Es wäre eine rasche Folge geradezu unglaublicher Entdeckungen, die unser Weltbild ...
Doch Halt. Die Frage lautet nicht, ob auf Gliese 581g Leben existiert, oder vielleicht sogar intelligentes Leben, sondern vielmehr, ob der Planet existiert oder nicht. Die Entdeckung von Gliese 581g geht auf langjährige Messungen am HIRES-Experiment am Keck-1 Teleskop sowie dem HARPS-Experiments des La Silla-Teleskops zurück. Doch hier geht es keineswegs um optische Bilder des Planeten (mitsamt Meeren und Gebirgen, wie Darstellungen in der Presse vermuten lassen), sondern um große, über Jahre gesammelte spektroskopische Datensätze, denen man anschließend mit statistischen Methoden zu Leibe rückt. Ausgerechnet die Wissenschaftler des HARPS-Experimentes behaupten jetzt jedoch, in ihren Daten keine Spuren von Gliese 581g finden zu können.
Was nicht bedeutet, dass es Gliese 581g deswegen nicht gibt. Man ist sich lediglich darüber nicht mehr einig.
Was wieder einmal ein bezeichnendes Licht auf die Gefahren der indirekten, statistischen Datenanalyse wirft. "Wer misst, misst Mist", pflegte mein Professor immer zu sagen, und, ja, er hatte Recht damit. "Ungezielte" Messungen und nachfolgende, statistische Auswertung sind immer eine sehr, sehr, sehr gefährliche Sache - ob es nun um fremde Planeten geht, das Klima, das Wetter oder - sehr weit verbreitet - Studien zu soziologischen Themen.
Immerhin streiten sich die Astronomen nun öffentlich, und mit allen Daten auf dem Tisch

Sonntag, 19. September 2010

Austria-Con 2010


Zurück vom Austria-Con 2010 bleibt die Erinnerung an ein rundum gelungenes Wochenende -und wunde Füße vom langen Stehen im Conlokal, tief im historischen Untergrund von Wien. Das Programm war bunt und abwechslungsreich, die Organisation hervorragend, die Menschen wie immer gut gelaunt und die Gespräche interessant (und manchmal auch sehr ausgedehnt). Über vieles könnte man berichten, zum Beispiel das geniale "Panini-Album", das vermutlich bei zukünftigen Versteigerungen hohe Erlöse einbringen wird (besonders, wenn auch die selteneren Bilder vorhanden sind), oder die Pläne, arkonidische Leibwächterinnen für den Weltcon 2011 zu organisieren ... und keine Naats. Es gab Einblicke in die virtuellen Welten der Zukunft (Marcus Hinterthür) und Ausblicke auf die zukünftige Handlung in der Perry Rhodan-Serie (Uwe Anton), aber auch Rückblicke und schmunzelndes Augenzwinkern (Kabarettprogramm). Das kommende Heyne-Taschenbuch Jupiter wurde natürlich thematisiert, und sogar einen "Tauchgang mit Atlan und Perry" fand statt, bei dem Achim Mehnert, Marc A. Herren und ich über unsere gemeinsame Arbeit für die Atlan-Taschenbuchserie bei Fanpro berichteten (ins Schwimmen kamen wir zwar schon, aber abgetaucht sind wir dann doch nicht). Angelockt von diesem Angebot fanden sich sogar Perry mit Freundin sowie Gucky und Icho Tolot ein, der dann aber doch nicht ins Lokal passte (Raimund Peter).
Wie immer war es ein ausgesprochenes Vergnügen, mit Freunden und Kollegen zusammenzukommen und in unserer gemeinsamen Faszination zu schwelgen, und das in einer so schönen Stadt wie Wien - die es sich auch noch anders überlegte und uns den prognostizierten Regen einfach ersparte.
Alles in allem: Danke, Austria-Con-Team!

Leider hat der hochmoderne Lithium-Ionen-Akku meiner Kamera mal wieder nicht mitgehalten. Für den Weltcon im kommenden Jahr werde ich mir wohl eine neue kaufen müssen.

Dienstag, 7. September 2010

Globalisierung

Bin über den Blog von Charless Stross (SF-Autor, sehr zu empfehlen) beim diesjährigen AussieCon 4 in Australien gelandet.
Programmpunkt für "Friday, 5. September, 10 a.m. - 5 p.m.": Kaffeeklatsches
Beruhigend, wie ähnlich sich die Menschen doch sind.

http://www.aussiecon4.org/

Dienstag, 31. August 2010

Eintrittspreise ...

Während ich mit leichten Erfrierungserscheinungen ringe (Ibiza: 30°C, Regensburg: 10), rückt der Austria-Con näher. Teile des Alternativprogramms für die mitreisende Familie nehmen Form an, speziell ein Musical-Besuch (Tanz der Vampire, glaube ich, darf mich da aber nicht zu den Experten zählen). Was die nagende Frage aufwirft, ob die nicht alle einen an der Waffel haben. Angesichts dieser Eintrittspreise (die vermutlich kaum ihren Weg in die Taschen der hüpfenden und röchelnden Künstler finden werden) frage ich mich doch, ob gewisse Berufsentscheidungen nicht schlicht falsch gewesen sein könnten ... Glücklicherweise heilt mich der Gedanke an ein rosa ... Pütpüt? sowie der vermutete Wahrheitsgehalt der eingeschobenen Anmerkung doch rasch von solchen existenziellen Zweifeln. Na denn, also weiter Autos bauen ... und ein wenig SciFi, zur Entspannung ...

Freitag, 27. August 2010

Anstehend: ATLAN


Zurück aus dem Kurzurlaub im sonnigen Süden stehen einige Themen an, die noch schnell erledigt werden wollen, bevor wieder der Arbeitsalltag beginnt. Allen voran geht es dabei um ein Konzeptpapier für eine neue ATLAN-Trilogie. Ein erstes Konzept liegt Sabine Kropp bereits vor, aber verschiedene Telefonate und Gespräche mit Michael Marcus Thurner auf dem Colonia-Con brachten doch neue Ideen, die ich jetzt einarbeiten muss. Bis jetzt existieren nur Skizzen in meinem Notizbuch (ein Begleiter zwischen den Tauchgängen, falls ich in 27 Metern Wassertiefe plötzlich eine Eingebung haben sollte). Ich bin schon jetzt auf Sabines Rückmeldung gespannt!

Eine Figur, über deren Schicksal ich dabei nachdenke, ist im Bild im Hintergrund zu sehen (verfremdet anhand einer Bleistiftzeichnung unserer Tochter nach ATLAN-Monolith Band 2: Todeszone Zartiryt von Rüdiger Schäfer).

Samstag, 7. August 2010

Vorurlaubsim- oder Depressionen?

So ein Blog ist ja, wie der Name schon sagt, eine Art Tagebuch. Da schreibt man also rein, was einen so über den Tag bewegt, zum Nachdenken bringt, interessiert oder auch mal verärgert. Aber was tun, wenn sich die Tage häufen, an denen nun wirklich nix passiert außer dem alltäglichen ... Wahnsinn? So ein Blog sollte doch auch ein Thema haben, oder nicht? Und wenn dieser Wahnsinn nun mal nicht zum Thema passt?
Dann gehen einem die Posts aus.
Eigentlich sollte ich mich langsam auf den nahenden Austria-Con in Wien freuen - ein Event mit der ganzen Familie, die sich dann in der Stadt verstreut, um ihren spezifischen Vorlieben zu frönen (Lipizzianer und Einkaufsbummel sind nichts für mich, ich wandere also in die Kavernen des Con-Lokals). Ich müsste für den Con noch ein Arbeitspapier zum Thema ATLAN vorbereiten, so war's mit der Redaktion besprochen. Und schließlich ist da auch noch ein anderes - ich mag die Bezeichnung nicht, aber sie umschreibt es treffend - Projekt, das kurz vor dem Ende der "primären Schaffensphase" steht, interner Zieltermin: klar, der Austria-Con.
Aber wofür geht meine ganze Energie drauf? Ich will ja nicht jammern, aber diese Woche hat die Industrie, soweit es mich betrifft, irgendwie den Vogel abgeschossen: Zeitgleich in Osteurope und in Deutschland zu sein, ist ja das eine, aber dann auch noch ein, zwei Tage zuvor in Südamerika anzulanden, um von dort zwei Tage später bitteschön in die USA zu fliegen, macht vier Termine an zwei Tagen auf, naja, drei Kontinenten, das ist eine klare Steigerung ...
Gut, dass der liebe Gott WebEx, Telefonkonferenzen, Visafristen und sogar die Einsicht ins Unmögliche erfunden hat. Letzteres wohl zähneknirschend.
Aber dann, nach dieser Woche, wenn endlich der Urlaub anfängt, und kein Termin irgendwo zwischen hier und dem Schleier-Nebel hineinplatzt, dann beschäftige ich mich mit dem Austria-Con. Und mit meinem Freund ATLAN. Der kann dann an meiner Statt durchs Universum jetten ... Der arme Kerl.

Montag, 12. Juli 2010

Höhenflüge

Manchmal gibt es Ideen, die irgendwo auf dem Weg vom Expokraten (welch handlicher Begriff!) zum Autor leider etwas an Charme verlieren. So erging es mir auch mit einer Szene im 1. Band von ATLAN MONOLITH: "Planet der Silberherren". Atlan und Santjun müssen auf besagten Planeten hinunter - natürlich in aller Heimlichkeit, denn wo Atlan persönlich in Erscheinung tritt, da zittert jeder Bösewicht, und alle kriminellen Machenschaften kommen schlagartig zum Erliegen, was nicht gerade spannungsförderlich ist. Aber wie soll das geschehen? Ihnen steht ein Kreuzer zur Verfügung, 100 Meter groß, außerdem eine winzige Space-Jet und sogar ein klassischer Raumjäger (wir schreiben das Jahr 3112 alter Zeitrechnung, was es mir erlaubt, mit der Technik meiner persönlichen PR-Hochzeit zu spielen). Rein handlungstechnisch gesehen bietet sich natürlich ein verdeckter Anflug im Planetenschatten sowie ein rasches Landemanöver an, wie in der klassischen Serie des Öfteren geschildert.

Aber genau das stieß mir auf. Außerdem hatte ich Atlan bewusst auf ein einziges 100-Meter-Schiff beschränkt und musste mit den Beibooten haushalten, von denen man ja nicht allzu viele in eine so kleine Schiffszelle packen kann (die Risszeichnungen von R. Zengerle lassen da leider kaum Spielräume). Und Atlan würde das wenige Material noch dringend benötigen ... Dumm nur, dass die zum Gegner übergelaufenen USO-Agenten unten auf Thanaton zuallererst die geheime Transmitter-Verbindungen kappten, um sich ihren Dienstherren vom Hals zu halten ...

Da entstand vor meinem inneren Auge das Bild zweier Kampfanzüge, die, von glühenden Plasmafahnen umgeben, in Thanatons Atmosphäre eintauchen. Schillernde Schutzschirme, wütende Böen aus Feuer - das müsste doch funktionieren! So gleiten nur Helden zu Boden, Helden mit einem ernsten Auftrag ...

Uwe Anton gefiel die Idee nicht so sehr wie mir, weshalb sie auch im fertigen Roman nicht gerade viel Platz einnimmt. Das ist schade, denn zum einen stammt sie von der NASA, die in den 60er Jahren (des vergangenen Jahrhunderts ...) tatsächlich über derartige Rückkehrsysteme für einzelne Astronauten nachdachte - Bremsrakete, Hitzeschutzschild und ein Fallschirm, wenn man so möchte -, und zum anderen bereitet sich der Abenteuerer Felix Baumgartner derzeit auf einen Sprung aus 40 Kilometern Höhe vor. 40 Kilometer Höhe zählen zwar noch nicht zum Weltraum, aber diese Unterscheidung ist eher eine Formalie als ein Garant für das Überleben, sollte der Helm offen stehen.

Es wird sicher ein spektakulärer Ritt, so ganz ohne Kapsel aus den oberen Atmosphärenschichten zu Boden zu segeln, zu beobachten, wie die Erde von einer Kugel zur Scheibe wird, zu einem Mosaik aus Braun- und Grüntönen, zu harten Felsen, die vermutlich wahnsinnig schnell größer werden - ganz so, wie es Atlan und Santjun in "Planet der Silberherren" erlebten (oder ein paar Raumkadetten in Larry Niven/Jerry Pournelle: "Der Splitter im Auge Gottes", denn es gibt nichts Neues mehr in der Welt).

Sonntag, 4. Juli 2010

Altersvorsorge

Heiß ist es heute, unerträglich heiß. Ich verstecke mich im Schatten eines ziemlich knorrigen Apfelbaums und blättere im heutigen Posteingang herum. Phantastisch! Nr. 39 und SOL Nr. 59 sind darunter, im Doppelpack - das verspricht interessanten Lesestoff. Für beide Magazine durfte ich in der Vergangenheit das eine oder andere Stückchen Text beisteuern - ist diesmal etwas dabei (die Redaktion teilt mir das nicht immer vorher mit)? Ja! Die SOL enhält eine Kurzgeschiche von mir. Sie trägt den Titel "Altersvorsorge" und entstand an einem ähnlich heißen Tag vor fast genau einem Jahr. Gegenstand ist ein Zukunftsszenario, das meiner Meinung nach nicht so abwegig ist, wie es zunächst klingen mag - die notwendige Technologie rückt es beständig näher, und gesellschaftlich ... nun, wenn manch einer könnte, wie er wollte ... Ursprünglich hatte ich das Thema für die Wissenschafsrubrik von Phantastisch! vorgemerkt, aber dann, ganz plötzlich, entstand daraus diese kurze Geschichte über ein Exoskelett und eine Frau, die ...

Nein, mehr verrate ich nicht.
Die ganze Sache wollte sofort niedergeschrieben werden; das waren zwanzig hektischen Minuten an einem heißen Tag. "Altersvorsorge" ist übrigens meine bislang achte Kurzgeschichte für die SOL - und, was mich besonders freut, die erste ganz ohne jeden Bezug zu Perry und Co. Nur, dass sie etwas zu meiner Altersvorsorge beiträgt, das bezweifle ich doch sehr ...

 

Altersvorsorge (Auszug)


„Sind sie sicher?“
„Absolut. Ein Spitzenmodell.“
Ich betrachtete das glänzende, zu einem Haufen von Gestängen, Servomotoren und künstlichen Muskeln zusammengesunkene Gebilde. Eigentlich habe ich ja eine Abneigung gegen Spinnen und anderes Getier mit zu vielen Beinen und zu wenig weichem Fell, doch waren es nicht die Assoziationsketten in Richtung niederer Kerbtiere, die mir ein schwerfälliges Kopfschütteln entlockten, sondern die aufdringlichen Chrombeschläge.
„Selbstverständlich wird die Halsmuskulatur ebenfalls unterstützt!“ sah sich mein Gegenüber zu einer Erläuterung herausgefordert.
„Das ist es nicht.“
Behaupten sie ruhig, ich hätte eine allzu weiche Seele – das habe ich! –, denn ich tätschelte beruhigend die Hand des Verkäufers, jung und glatt und so viel hübscher als die meine. „Glauben sie mir, ich hege keinerlei Zweifel an der Qualität und Eignung des von ihnen vorgeschlagenen Produktes. Es liegt nur am Finish. Ist mir ein wenig zu … auffällig.“
Mein Blick huschte durch den Raum – langsam, viel langsamer als in meiner Blütezeit, und ich fragte mich zum x-ten Mal, wie mir das, was ich mittlerweile als „Phasenübergang“ bezeichnen möchte, eigentlich so lange hatte verborgen bleiben können – kurz: in welcher Scheinwelt hatte ich nur gelebt? Was hatte mir meine Innenansicht noch alles vorgegaukelt, ehe ich sie als jene groteske Verzerrung der Realität entlarvte, die sie war? Warum war mir die Veränderung in meinem Umfeld nicht aufgefallen, speziell die Vorteile nicht, die sich daraus für jemanden wie mich ergeben konnten?
...

Magazin SOL - zu beziehen über http://www.prfz.de/ oder über http://www.ahavemann.de/

Sonntag, 13. Juni 2010

Auftakt und ein Blick zurück

Das erste deutsche Spiel der WM 2010 ist vorbei - 4:0 gegen "Down Under" -, und sogar bei mir setzt das Fußball-Fieber allmählich ein. Dazu kommen die Erinnerungen an meine eigene Zeit in Südafrika, diesem Land, das mich immer so an die Textzeilen von Johnny Clegg erinnert: "it's a strange, crazy, beautiful world", und mich fast 14 Jahre später noch ein eigentümliches Heimweh empfinden lässt. Wenn es einen Ort auf dieser Welt gibt, der mich als Fremden sofort aufgenommen und ins Herz geschlossen hat (und ich ihn), dann ist das Südafrika. Trotzdem fiebere ich natürlich mit dem heimischen Team mit - das ausgesprochen gut gespielt hat. Während des (legendären) Rugby-World Cups in Südafrika war das noch anders: Da spielen keine Deutschen mit, und meine Loyalität war klar: "Springboks"!
Aber ob World Cup, WM oder einfach nur so: Dieses tolle Land mit seiner so dunklen Geschichte und seiner so farbigen, zerrissenen, hoffnungsvollen Gegenwart ist immer eine Reise wert. Zur Einstimmung empfehle ich Johnny Clegg & Savuka (Ohr-kompatibel zu Europäern) oder Bayete. Und: Niemals in Gegenden gehen, von denen die Einheimischen abraten. Sie wissen meistens, warum sie das tun.
Dank Street-View stand ich jetzt sogar vor meinem alten Haus, bestaunte unter heftigem Reiben der Augen die Hausnummer (114) und was der Besitzer in der Zwischenzeit alles verändert hat. Ist schon komisch, virtuell durch altbekannte Straßen zu wandern und vor altbekannten Kneipen zu stehen.
Lieber würde ich freilich mit ein paar alten Freunden hineingehen und ein ganz reales Bier trinken (Castle, Bavaria Brew oder doch ein Black Label?)

Freitag, 4. Juni 2010

Falcon 9 fliegt

Eben live verfolgt - der erfolgreiche Erstflug der FALCON 9 bis in den Orbit um die Erde.
Und wir gehen jetzt auf den Vorcon.
YEEP

Danke, Köln!

Es war fast wie bei Stargate - man steigt auf einem blöden, verregneten Planeten ins Flugzeug, und wenn man herauskommt: SONNENSCHEIN, lächelnde Menschen (manche ein wenig seltsam, aber gut, wir kommen ja auch aus der Provinz), kaltes Bier - ein Paradies! Danke, Köln, für diesen Empfang.
Sind den ganzen Tag durch die Stadt gerannt (Sightseeing, looking at an awful lot of people, und was man sonst so macht in einer fremden Stadt), und bereiten uns nun seelisch-moralisch auf den Vorcon des Colonia-Con 19 vor. Preisfrage: Was meint der Veranstalter mit "Voranmeldung zwingend erforderlich"? Gibt's da einen Polizeikordon, um die Groupies zu bändigen?
Wir werden sehen.
Und kühles Bier genießen.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Seltsame Erklärungen

Früher, an der Uni, da gab es einen Witz unter uns Physikern (in spe): Wir sind zeitlich und räumlich verschmiert. Ist er pünktlich, weiss er nicht, wo er ist, und ist er da, dann niemals pünktlich. Der Beobachtungsgegenstand (die Quantenmechanik) hat auf den Beobachter abgefärbt - auch das ist Quantenmechanik.

Seltsamerweise kam diese Erklärung gerade bei der anderen Hälfte der Menschheit niemals sehr gut an, was vielleicht die Nachwuchsschwierigkeiten unter den Physikern erklären könnte.

Die Jahre vergehen, aber manches bleibt doch wie es schon immer war. Zum Beispiel sitze ich vor meinem Kalender und möchte den Termin des legendären Grillfests der Arge Festak (PR-Club Nürnberg) eintragen, der ob des obligatorischen Schokoladenbrunnens vorallem bei unserem Nachwuchs für Begeisterung sorgt - um festzustellen, dass der Termin nicht im Juni sein wird, sondern bereits im Mai war.

Tja, Leute. Danke für die Einladung. Mea culpa. Das kostet wohl eine Runde beim nächsten Stammtisch in Nürnberg. Ich verkneife mir die lahmen Entschuldigungen. Aber nächstes Jahr, nächstes Jahr wird alles besser.

Dabei hätte ich sogar die eine oder andere klitzekleine Neuigkeit im Gepäck gehabt.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Kriegstrommeln

"Dam tam, tada Dam", macht mein alter Freund Klaus - Klaus Bollhöfener - und wedelt mit den Armen. Kriegstrommeln. Es geht um Kriegstrommeln. Um Filmmusik, um Hollywood-Scores.
"Das wäre dann ja wohl Hans Zimmer", erwiedere ich, ein klein wenig angenagt (siehe unten) und nippe an meinem Gerstensaft: "Pirat der Karibik. Schon mal sein Studio gesehen? Nein? Weist Du, wieviel Hans Zimmer kostet?"
"Tadaa daa ... Gefühle, sage ich! Gefühle - auf den Punkt gebracht! Nicht breit getreten. Da DAAA! Studios? Alles nur Ausreden."

Die Perry Rhodan-Cons sind immer eine willkommene Auszeit für mich, fern ab meines doch eher spröde-technischen Alltags. Ganz andere Menschen, ganz andere Arbeitsweisen; ich lerne jedesmal etwas dazu, auch deshalb gehe ich so gerne hin. Zum Beispiel, wie wichtig es ist, Dinge auf den Punkt zu bringen.
"Auf den Punkt. Das ist die Kunst", sagt mein Freund Klaus.
Recht hat er.

Wie so oft dreht sich das Gespräch darum, den Held unser beider Kindheit namens Perry Rhodan vom Papier auf die Leinwand zu hieven. Um das immense Potential mancher Fans im Bereich Video - Raimund Peter beispielsweise, dessen Arbeiten (wie das Video zum Perry Rhodan Zyklus "Negasphäre") mich regelmäßig vom Hocker hauen. Aber Klaus, ganz Medienmann, hat einen sehr, sehr pointierten Blick - "Da TAAA!" - was ihn zum inspirierenden Antagonisten mutieren lässt (für Stiere: ein rotes Tuch).

Ich mache ja keine Videos, also kann ich ganz beruhigt mitreden. "Set-Designer", leiere ich, einen Becher Gerstensaft in der Hand, die Liste der Talente herunter, die man in einem einzigen Menschen vereinigten müsste, um George Lucas wirklich Konkurrenz zu machen: "Computer Animation Specialists, Regisseur, Produzent, Cutter, Skript-Schreiber, Pre- und Post-Producer, Tonmeister, Kameramann, Geräuschemacher, Komponist, Score-Writer und Orchester und so weiter."

"Ach Quatsch!" kontert mein Freund Klaus: "Auf den Punkt muss es gebracht werden! Du", sagt er, und ja, es war auch Bier im Spiel: "machst doch auch immer nur so langweilige Musik. Fahrstuhlmusik."
"Bin ja auch nicht Hans Zimmer!" grummle ich, aber der Stachel sitzt.
"Ach was. Ist das ein Grund?"

Tja. Da hat er mich. Mangelndes Talent ist ein Grund - aber "es ist ja nur ein Hobby" rechtfertigt selbstverständlich kein Totalversagen. Und über dieser Einsicht reift im weiteren Verlauf des Abends ein höchst bierseliger Entschluss: Battlerstar Galactica - was für ein irrer Opener! Den Score kann man heraushören, alles kein Problem. Und zu Hause steht ein PC, mit Cubase (SE, was bedeutet, dass die Effekte nicht die allerbesten sind) und ein Yamaha Motif. Ein echt piip Teil. Eine Music-Workstation! Wenn da der Name nicht Programm ist! Streicher, Hörner - typisch Fimscore von heute -, alles da ...

Dann geht's los: Ein EMail-Austausch mit Raimund, ob er sich vorstellen könne, Bildmaterial aus seinem Negasphäre-Video für ein Experiment freizugeben. Der Erwerb von "Voices of Passion", einem wahnsinnigen Plugin (für Laien: Software-Synthesizer) für weibliche Stimmen. Und so weiter ... Viele Cut-Versuche (auch so ein Thema), viel hin und her, und einiges an Arbeit - Score heraushören, die Harmonien verändern, eine andere Lead-Melodie, Kriegstrommeln aus Quantum Leaps "Stormdrums 2", die im BSG-Stil gehalten sind, aber eben keine einfache Kopie, ein Vorspann, ein klein wenig Handlung (um den Opener komplett zu machen) und dann rein zu YouTube.



Jetzt hat das kurze Video die 1000 Hits geschafft, und zwar ganz ohne Werbung. Und meine Hochachtung vor Hans Zimmer und Bear McCreary ist ein riesiges Stück gewachsen. Aber ich hab's probiert.

Allerdings höre ich nun manches mit anderen Ohren - Bear McCreary benutzt tatsächlich "Voices of Passion" - ganz charakteristische Phrasen kommen bei BSG immer wieder vor. Nur klingt es bei ihm ganz, ganz anders: Mischer, verlängert sich die Liste, Mastering-Ingenieur ...

http://www.youtube.com/user/calipher14

Samstag, 24. April 2010

X37B fliegt

Kurz, nachdem die Raumfahrtambitionen der USA durch die Einstellung des Constellation-Programms einen schweren Rückschlag erleiden mussten (und während Präsident Obama fieberhaft an einer neuen "Vision" arbeitet, um den Unmut in manchen Teilen der US-Bevölkerung zu besänftigen), erreichen andere Entwicklungen ihren Kulminationspunkt.

So legte X37B, auch genannt OTV (Orbital Test Vehicle), am 22.04.2010 einen erfolgreichen Start hin und befindet sich derzeit planmäßig im Orbit. Zwar ist X37B nur ein unbemannter Versuchsträger, aber zugleich ist dieser Raumgleiter auch das vorläufige Endprodukt einer Ära, da man auf geflügelte Wiedereintrittssysteme im Stile des Space Shuttles setzte. Deren Nachteile für bemannte Missionen sind mittlerweile hinreichen bekannt - Probleme bei der Trennung von einer explodierenden Trägerrakete zum Beispiel, oder komplexe und dadurch anfällige Hitzeschilde -, weshalb die NASA für bemannte Missionen auch zum alten Kapselkonzept zurückkehrte.

Was also ist der Zweck der X37B? Die Meinungen gehen weit auseinander, und die Spekulationen reichen vom Versuchsträger für künftige, bemannte Raumgleiter über einen Systemträger für Forschungszwecke bis hin zu einer Waffenplattform, die rasch zum Einsatz gebracht werden kann, lange Aufenthaltszeiten und komplexe Bahnmanöver erlaubt und schon kurz nach der Landung wieder für neue Einsätze verfügbar ist. Der Träger des Programmes, die US Air Force, die das X37-Programm von der NASA übernommen hat, dementiert vor allem die letzte Möglichkeit. Aber die Zeit wird es wohl zeigen.

Und was steht als nächstes an? Der Jungfernflug von Falcon 9 natürlich, der ersten privat finanzierten, entwickelten und gebauten Trägerrakete für große Nutzlasten, mit dem Prototyp einer Rückkehrkapsel für Frachttransporte zur ISS auf der Spitze - Option für bemannten Flug vorbehalten und bereits in Entwicklung.

Das Constellation-Programm mag eingestellt oder zumindest auf den Status einer Rettungskapsel für die ISS reduziert worden sein, aber dank X37B, Falcon, und nicht zuletzt den Anstrengungen der Chinesen, bleibt das Thema Raumfahrt auch in der bemannten Version nach wie vor aktuell.

Mittwoch, 14. April 2010

4558

Ein Jahr YouTube. Mit 4558 Aufrufen komme ich zwar bei weitem nicht an die "einparkenden Frauen" oder "schlimmsten Bruchlandungen" heran, oder was sich sonst noch so bei YouTube tummelt, aber es ist immerhin ein Anfang. Und ich konnte endlich einmal die für eine geplante, aber nie realisierte Webseite angefertigten Grafiken zum Einsatz bringen, kombiniert mit meinem Entspannungshobby, der Musik. Den Kommentaren nach zu urteilen kommt das Ergebnis doch recht gut an, was mich natürlich unbändig freut.

Natürlich stehen auch hier Science Fiction und Perry Rhodan im Vordergrund - die Prägungen der Jugend (Perry, Tangerine Dream, Eloy usw.) schlagen eben durch. Besonders stolz bin ich auf den "Teaser" zu Raimund Peters fast schon monumentalen Video "Perry Rhodan - Negasphäre"; was der Mann in seiner Freizeit aus seinem PC an Bildern herausquetscht, ist einfach phänomenal - aber dazu ein andermal mehr.

4558 Aufrufe nach einem Jahr - vielleicht sollte ich ja doch mal wieder eine kleine Animation einstellen, oder zumindest etwas Musik mit "Bilduntermalung" ...

Und hier geht's zur Kanalseite: http://www.youtube.com/user/calipher14

Donnerstag, 1. April 2010

Endlich Pause ...

Nach Wochen, in denen sich alles um die krisengeschüttelten Automobilhersteller dieser Welt drehte (mühsam nähret sich das Eichhörnchen) kehrt endlich etwas Ruhe ein.

Zeit also, um liegen gebliebenes anzugehen, sich bei YouTube den ersten Trägerflug von SpaceShipTwo "Enterprise" anzusehen, dem LHC die Daumen zu drücken und sich über den kuriosen Namen des nächsten Mars-Rovers CURIOSITY zu amüsieren. Auch der Festplattendefekt, der ein Manuskript nach 580.000 Anschlägen aufgefressen hat, konnte glücklicherweise behoben werden ... Uff. Das Hotel für den Austria-Con 2010 in Wien ist gebucht, ebenso der Flug zum Colonia-Con 2010, der gleich die Kulisse für eine längst überfällige "Familienzusammenführung" abgeben darf (meine beruflichen Besuche im schönen Köln haben da eher einen deprimierend glanzlosen "Jet-Set"-Charakter angenommen; früh reinfliegen und abends wieder raus - wer das einem gewissen Fluchtinstinkt zuschreibt, der liegt wohl nicht falsch). Mal sehen, was Kollegen und Freunde so treiben, wohin sich die Schreiberzunft entwickelt, und welche Pläne seitens der Perry Rhodan-Redaktion vielleicht bestehen.

Aber jetzt ist erst einmal Pause. Wäre das Wetter entsprechend, würde ich drei Tage die Terasse nicht räumen, ein Bier in der Hand und blauen Himmel überm Kopf ...

Immerhin bleibt das Bier, einen Song im Ohr von einer Band, die ich bei einer der oben erwähnten Reise nach Detroit kennengelernt habe.

Samstag, 13. März 2010

Von Enden und Anfängen

Dieser Tage ist mit Hans Kneifels Roman "Dämmerung über Höllenwelt" der dritte und letzte Band der ATLAN-Trilogie "Höllenwelt" erschienen.

Neun Exposees für ATLAN liegen damit hinter mir - sechs für den "Monolith"-Zyklus sowie drei für die besagte "Höllenwelt"-Trilogie, und jedesmal war ich begeistert, wie die Autoren Anton, Kneifel, Herren, Schäfer, Mehnert oder Rückert die von mir skizzierte Ideen und Handlungsstränge so gekonnt in lebendige und spannende Romane umsetzten. Figuren erwachten zum Leben, Schauplätze bekamen Form und Farbe (und mitunter sogar Geruch), Schicksale entfalteten sich ... Es war nicht nur für Atlan und seine Wegbegleiter eine spannende Zeit, sondern auch für mich selbst.

Mit "Dämmerung" geht der Stab jedoch erst einmal weiter an Michael Marcus Thurner, dessen Trilogie "Marasin" das weitere Schicksal Atlans beleuchten wird.

Und diesen Endpunkt möchte ich zum Anlass nehmen, um etwas intensiver in die Nutzung der moderenen Medien einzusteigen (wobei ein Blog wohl nicht mehr zu den allerneuesten Vertretern dieser Gattung zählen dürfte, aber jeder Anfang ist eben schwer). Schließlich habe ich da im Vergleich zum Nachwuchs ein gewisses Defizit zu beklagen.

Womit, kurz gesagt, ein Ende zu einem Anfang wird ...