Samstag, 24. April 2010

X37B fliegt

Kurz, nachdem die Raumfahrtambitionen der USA durch die Einstellung des Constellation-Programms einen schweren Rückschlag erleiden mussten (und während Präsident Obama fieberhaft an einer neuen "Vision" arbeitet, um den Unmut in manchen Teilen der US-Bevölkerung zu besänftigen), erreichen andere Entwicklungen ihren Kulminationspunkt.

So legte X37B, auch genannt OTV (Orbital Test Vehicle), am 22.04.2010 einen erfolgreichen Start hin und befindet sich derzeit planmäßig im Orbit. Zwar ist X37B nur ein unbemannter Versuchsträger, aber zugleich ist dieser Raumgleiter auch das vorläufige Endprodukt einer Ära, da man auf geflügelte Wiedereintrittssysteme im Stile des Space Shuttles setzte. Deren Nachteile für bemannte Missionen sind mittlerweile hinreichen bekannt - Probleme bei der Trennung von einer explodierenden Trägerrakete zum Beispiel, oder komplexe und dadurch anfällige Hitzeschilde -, weshalb die NASA für bemannte Missionen auch zum alten Kapselkonzept zurückkehrte.

Was also ist der Zweck der X37B? Die Meinungen gehen weit auseinander, und die Spekulationen reichen vom Versuchsträger für künftige, bemannte Raumgleiter über einen Systemträger für Forschungszwecke bis hin zu einer Waffenplattform, die rasch zum Einsatz gebracht werden kann, lange Aufenthaltszeiten und komplexe Bahnmanöver erlaubt und schon kurz nach der Landung wieder für neue Einsätze verfügbar ist. Der Träger des Programmes, die US Air Force, die das X37-Programm von der NASA übernommen hat, dementiert vor allem die letzte Möglichkeit. Aber die Zeit wird es wohl zeigen.

Und was steht als nächstes an? Der Jungfernflug von Falcon 9 natürlich, der ersten privat finanzierten, entwickelten und gebauten Trägerrakete für große Nutzlasten, mit dem Prototyp einer Rückkehrkapsel für Frachttransporte zur ISS auf der Spitze - Option für bemannten Flug vorbehalten und bereits in Entwicklung.

Das Constellation-Programm mag eingestellt oder zumindest auf den Status einer Rettungskapsel für die ISS reduziert worden sein, aber dank X37B, Falcon, und nicht zuletzt den Anstrengungen der Chinesen, bleibt das Thema Raumfahrt auch in der bemannten Version nach wie vor aktuell.

Mittwoch, 14. April 2010

4558

Ein Jahr YouTube. Mit 4558 Aufrufen komme ich zwar bei weitem nicht an die "einparkenden Frauen" oder "schlimmsten Bruchlandungen" heran, oder was sich sonst noch so bei YouTube tummelt, aber es ist immerhin ein Anfang. Und ich konnte endlich einmal die für eine geplante, aber nie realisierte Webseite angefertigten Grafiken zum Einsatz bringen, kombiniert mit meinem Entspannungshobby, der Musik. Den Kommentaren nach zu urteilen kommt das Ergebnis doch recht gut an, was mich natürlich unbändig freut.

Natürlich stehen auch hier Science Fiction und Perry Rhodan im Vordergrund - die Prägungen der Jugend (Perry, Tangerine Dream, Eloy usw.) schlagen eben durch. Besonders stolz bin ich auf den "Teaser" zu Raimund Peters fast schon monumentalen Video "Perry Rhodan - Negasphäre"; was der Mann in seiner Freizeit aus seinem PC an Bildern herausquetscht, ist einfach phänomenal - aber dazu ein andermal mehr.

4558 Aufrufe nach einem Jahr - vielleicht sollte ich ja doch mal wieder eine kleine Animation einstellen, oder zumindest etwas Musik mit "Bilduntermalung" ...

Und hier geht's zur Kanalseite: http://www.youtube.com/user/calipher14

Donnerstag, 1. April 2010

Endlich Pause ...

Nach Wochen, in denen sich alles um die krisengeschüttelten Automobilhersteller dieser Welt drehte (mühsam nähret sich das Eichhörnchen) kehrt endlich etwas Ruhe ein.

Zeit also, um liegen gebliebenes anzugehen, sich bei YouTube den ersten Trägerflug von SpaceShipTwo "Enterprise" anzusehen, dem LHC die Daumen zu drücken und sich über den kuriosen Namen des nächsten Mars-Rovers CURIOSITY zu amüsieren. Auch der Festplattendefekt, der ein Manuskript nach 580.000 Anschlägen aufgefressen hat, konnte glücklicherweise behoben werden ... Uff. Das Hotel für den Austria-Con 2010 in Wien ist gebucht, ebenso der Flug zum Colonia-Con 2010, der gleich die Kulisse für eine längst überfällige "Familienzusammenführung" abgeben darf (meine beruflichen Besuche im schönen Köln haben da eher einen deprimierend glanzlosen "Jet-Set"-Charakter angenommen; früh reinfliegen und abends wieder raus - wer das einem gewissen Fluchtinstinkt zuschreibt, der liegt wohl nicht falsch). Mal sehen, was Kollegen und Freunde so treiben, wohin sich die Schreiberzunft entwickelt, und welche Pläne seitens der Perry Rhodan-Redaktion vielleicht bestehen.

Aber jetzt ist erst einmal Pause. Wäre das Wetter entsprechend, würde ich drei Tage die Terasse nicht räumen, ein Bier in der Hand und blauen Himmel überm Kopf ...

Immerhin bleibt das Bier, einen Song im Ohr von einer Band, die ich bei einer der oben erwähnten Reise nach Detroit kennengelernt habe.