Sonntag, 13. Juni 2010

Auftakt und ein Blick zurück

Das erste deutsche Spiel der WM 2010 ist vorbei - 4:0 gegen "Down Under" -, und sogar bei mir setzt das Fußball-Fieber allmählich ein. Dazu kommen die Erinnerungen an meine eigene Zeit in Südafrika, diesem Land, das mich immer so an die Textzeilen von Johnny Clegg erinnert: "it's a strange, crazy, beautiful world", und mich fast 14 Jahre später noch ein eigentümliches Heimweh empfinden lässt. Wenn es einen Ort auf dieser Welt gibt, der mich als Fremden sofort aufgenommen und ins Herz geschlossen hat (und ich ihn), dann ist das Südafrika. Trotzdem fiebere ich natürlich mit dem heimischen Team mit - das ausgesprochen gut gespielt hat. Während des (legendären) Rugby-World Cups in Südafrika war das noch anders: Da spielen keine Deutschen mit, und meine Loyalität war klar: "Springboks"!
Aber ob World Cup, WM oder einfach nur so: Dieses tolle Land mit seiner so dunklen Geschichte und seiner so farbigen, zerrissenen, hoffnungsvollen Gegenwart ist immer eine Reise wert. Zur Einstimmung empfehle ich Johnny Clegg & Savuka (Ohr-kompatibel zu Europäern) oder Bayete. Und: Niemals in Gegenden gehen, von denen die Einheimischen abraten. Sie wissen meistens, warum sie das tun.
Dank Street-View stand ich jetzt sogar vor meinem alten Haus, bestaunte unter heftigem Reiben der Augen die Hausnummer (114) und was der Besitzer in der Zwischenzeit alles verändert hat. Ist schon komisch, virtuell durch altbekannte Straßen zu wandern und vor altbekannten Kneipen zu stehen.
Lieber würde ich freilich mit ein paar alten Freunden hineingehen und ein ganz reales Bier trinken (Castle, Bavaria Brew oder doch ein Black Label?)

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