Freitag, 27. Mai 2011

Design-Launch

Heute ist ein Launch (Start) zu vermelden, der mich ganz persönlich ganz besonders freut. Meine Schwester hat ihren Internetshop in Betrieb genommen. Wer kleine Dinge des Lebens in frischem, lebendigen und ausgefallenen Design liebt, wird dort sicher fündig werden: Itchy-Design ist zu erreichen unter http://itchy-design.de/home.html.

Dienstag, 24. Mai 2011

Verrücktes Zeugs der Gegenwart Teil 4 - Blender

Immer wieder bin ich fasziniert davon, was die Open Source-Gemeinschaft auf nicht-kommerzieller Basis so alles an Programmen und Tools hervorbringt. Darunter sind Schmuckstücke, die man sich ansonsten niemals würde leisten können - wer kann beispielsweise Tausende von Euros erübrigen, nur um die Bilder in seinem Kopf in Form von professionellen Renderings und Animationen zu "erschaffen"? - kaum jemand, vermute ich (umso schmerzlicher ist das, wenn die Perry Rhodan-Redaktion zum Weltcon einen Wettbewerb im Amateurfilmbereich auslotet, und man selbst höchstens, HÖCHSTENS etwas Musik beisteuern kann - wonach natürlich wieder niemand fragt ...)

Aber dann kam Blender. 3D-Design, Rendering, komplexe Animation - alles aus einer Hand. Und das kostenlos! Gut, ich habe zuerst eine etwas ältere Version erwischt, die in der Bedienung grauenhaft ist und eine völlige Neuprogrammierung des Windows-geschulten Verstandes benötigt, um auch nur ein einziges Objekt auf den Bildschirm zu zaubern. Aber dann kam Version 2.57b, und die ist wirklich cool. Flugs ein Ziel gesetzt: eine Space-Jet in Tsunami-Konfiguration, wie von Christoph Anczykowski gezeichnet muss es schon sein (erstmal ist diese Zeichnung wie alle seine Zeichnungen einfach Klasse, und obendrein ist er selbst auch noch sehr nett, was eine "Verbeugung" umso leichter macht). Also ran ans Werk. Auch 2.57b erfordert etwas Einarbeitung - sprich: Ich als alter Manuals-Verweigerer (habe schließlich selbst lange Zeit programmiert und kann mich daher von Amts wegen etwas in die Denke eines Programmierers einfinden - dachte ich wenigstens bislang) sitze stundenlang vor absolut toll gemachten Video-Tutorials, um hinter die Kniffe und Tricks zu kommen, und nerve meine Umgebung dabei mit wilden Mausbewegungen und gelegentlichen schrillen Schreien.

Aber es geht in Blender nahezu alles, was man sich so wünscht. "The sky is the limit", wie die Engländer sagen (ok, und der "Sky" ist tatsächlich eine Herausforderung).  Einfach toll! Interessanterweise gibt es neben den kostenfreien Amateur-Tutorials sogar eine kleine Industrie, die von Blenders Kompliziertheit lebt, denn Blender scheint unter Studenten der CGA nicht unbekannt zu sein, und selbst die benötigen anscheinend Jahre, um hinter alle Möglichkeiten zu kommen (ich schweife ab: ein Denkkonzept von Blender werden wir wohl in ein völlig bodenständiges Projekt in meiner völlig bodenständigen Firma übernehmen). Aber das macht nichts, denn wenn man erst einmal die Grundlagen intus hat, macht es wirklich Spaß.

Hier also ein Screenshot besagter Space-Jet, im Anflug vor dem Hintergrund des Bayrischen Walds. Die Animation folgt, sobald ich die Musik gebastelt habe bei Youtube.



Wer sich selbst einmal daran versuchen möchte: www.blender.org

Donnerstag, 19. Mai 2011

Verrücktes Zeugs der Gegenwart Teil 3: SpaceShip Two

Vor ein paar Jahren haben wir während einer Podiumsdiskussion im Mannheimer "Museum für Arbeit und Technik" noch engagiert über die - vagen - Möglichkeiten der privaten Raumfahrt diskutiert und sehnsüchtig darauf gewartet, dass einer der Teilnehmer doch noch den X-Price erringt. Space-Ship-One war damals, vor langer Zeit, der größte und einzige Hoffnungsträger, und kaum jemand konnte sich auch nur vorstellen, je eine Dragon-Kapsel landen zu sehen.

Es hat uns allen wohl etwas an Phantasie gemangelt, und wir haben die Entschlossenheit unterschätzt, die hinter der privaten Raumfahrt zu stehen scheint (und das Geld obendrein).

Hier ein Video zum ersten Flug von Space-Ship Two "Enterprise" im "Federflug". Was es doch für verrückte Ideen gibt ...


Mittwoch, 18. Mai 2011

Vereinbarungen

Ich habe da in der Firma drei Stempel auf dem Schreibtisch stehen: Der kleinste ist schwarz und trägt meinen Namen, der arme Kerl. Der mittlere ist grün (im Sinne von: Wenn man ihn auf irgendetwas presst, hinterlässt er grüne Spuren) und nennt sich CONFIDENTIAL. Klar, alles neudeutsche ist englisch, aber so können sich die japanischen und französischen und chinesischen und slowenischen und slowakischen (und ukrainischen, polnischen, englischen uswusf) Kollegen nicht rausreden. Der größte ist streng rot: STRICTLY CONFIDENTIAL. Das entspricht DIN ISO weinichtwelche, eine notwendige Zertifizierungsmassnahme. Mein Vorschlag, doch gleich "TOP SECRET" (oder "GALACTICAL ULTRA IMPORTANT SECRET - BREAK IN HERE") zu nehmen, wurde abgeschmettert. Nun haue ich also auf die wichtigen Sachen immer meinen Namen und einen von den beiden anderen Stempeln, krittel mein Namenszeichen darüber - und bin an Vereinbarungen gebunden. Natürlich liegt dem ganzen Procedere ein Zweck zugrunde, wäre ja nicht so, dass die Industrie den ganzen lieben langen Tag nur Dummheiten im Kopf hat - dafür sind die Kollegen von der ... ich verkneife es mir lieber ... zuständig. Zweck ist der Schutz des Geschäftes und der Personen. Klar. Nur blockieren diese Dinger manchmal den Nachrichtenfluss, und so muss ich mir wohl bald mal Gedanken zu neunen Themen für diesen Blog machen, sonst schläft die Sache noch ein. 

Sonntag, 8. Mai 2011

Ausgebrannt wie eine Raketenstufe

Charles Stross, britischer Science Fiction-Autor und nicht nur dank seines Romans "Singularität" ziemlich weit oben auf meiner Favoritenliste, meldet sich in seinem Blog ab zur "kreativen Pause" - oder, wie man es nach seiner eigenen Beschreibung ehrlicherweise auch nennen könnte, in die Burnout-Erholungsphase. Das ist nun schon der zweite SF-Schaffende binnen weniger Tage, und auch einige andere Kandidaten fallen mir sehr spontan ein. Gab's das schon immer? Oder ersticken wir irgendwann an der Komplexität, den Verflechtungen, der Eile und besonders der Parallelität ("Multitasking") unserer Welt? Jedenfalls wünsche ich denen, die es schon brauchen (wie Charles Stross) gute Besserung - und für die anderen gilt: Passt auf!
Aber wie immer sollte man natürlich bei sich selbst anfangen ...