Mittwoch, 18. Mai 2011

Vereinbarungen

Ich habe da in der Firma drei Stempel auf dem Schreibtisch stehen: Der kleinste ist schwarz und trägt meinen Namen, der arme Kerl. Der mittlere ist grün (im Sinne von: Wenn man ihn auf irgendetwas presst, hinterlässt er grüne Spuren) und nennt sich CONFIDENTIAL. Klar, alles neudeutsche ist englisch, aber so können sich die japanischen und französischen und chinesischen und slowenischen und slowakischen (und ukrainischen, polnischen, englischen uswusf) Kollegen nicht rausreden. Der größte ist streng rot: STRICTLY CONFIDENTIAL. Das entspricht DIN ISO weinichtwelche, eine notwendige Zertifizierungsmassnahme. Mein Vorschlag, doch gleich "TOP SECRET" (oder "GALACTICAL ULTRA IMPORTANT SECRET - BREAK IN HERE") zu nehmen, wurde abgeschmettert. Nun haue ich also auf die wichtigen Sachen immer meinen Namen und einen von den beiden anderen Stempeln, krittel mein Namenszeichen darüber - und bin an Vereinbarungen gebunden. Natürlich liegt dem ganzen Procedere ein Zweck zugrunde, wäre ja nicht so, dass die Industrie den ganzen lieben langen Tag nur Dummheiten im Kopf hat - dafür sind die Kollegen von der ... ich verkneife es mir lieber ... zuständig. Zweck ist der Schutz des Geschäftes und der Personen. Klar. Nur blockieren diese Dinger manchmal den Nachrichtenfluss, und so muss ich mir wohl bald mal Gedanken zu neunen Themen für diesen Blog machen, sonst schläft die Sache noch ein. 

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