Donnerstag, 14. Juli 2011

ATLAN MONOLITH

Eine beliebte Rubrik unter perryrhodan.blogspot.de trägt den Titel "Der Redakteuer erinnert sich". Diesmal berichtet Klaus N. Frick auf amüsante Weise von der Entstehung der ATLAN MONOLITH- Romane bei FanPro. Er beginnt mit einem Abend in einer Kneipe und endet mit einem Stapel vollgeschriebener Blätter von einem Rechnungsblock, die in Summe die Grundkonzeption dieses sechsbändigen Zyklus enthielten (ein Verfahren, das ich gut kenne; Rechnungsblöcke, Einwickelpapier, der Rand von Zeitungen ... alles muss manchmal herhalten).

Ohne ihm übermäßig nacheifern zu wollen, möchte ich die Geschichte noch ein klein wenig weiterführen, denn was Klaus da notierte, wurde selbstverständlich irgendwann auf ordnungsgemäßes Papier übertragen, und endete schließlich ... ausgerechnet bei mir.

Dieses spezielle Kapitel meiner ganz eigenen Perry Rhodan-Historie bedarf ein wenig der Erläuterung. Wie die treffliche Beschreibung auf meiner Autorenseite bei Perry Rhodan schon sagt, war (oder bin, seufz) ich der "Autor für einen Roman". Als dann eine Anfrage zu ATLAN "Rico" eintrudelte, musste ich unter persönlichen Schmerzen einsehen, dass mein Beruf (und die Tatsache der Existenz einer Familie) nicht besonders gut mit den zeitlichen Anforderungen des Verlags in Einklang zu bringen waren - kurzum: Ich konnte keine fristgerechte Lieferung garantieren (zusätzlich zu der Tatsache, dass die 530.000 Anschläge eines ATLAN-Manuskripts selbst bei Übung keine leichte Sache sind). Dann kam MONOLITH, und wie Klaus erwähnte, stand ich (zu meiner persönlichen Freude) auf der Liste für Band 2, der später den Titel "Todeszone Zartiryt" tragen sollte und von Rüdiger Schäfer verfasst werden würde - ah, hier wiederholt sich ein Muster ...

Aber der Verlag (sprich: Klaus und Sabine) nahmen das nicht so einfach hin und schlugen mir vor, doch die Exposees nach dem Gesamtkonzept von Klaus zu entwickeln - und damit hatten sie mich am Haken. In einem Anfall maßloser Selbstüberschätzung hatte ich vorher einen für 100 Bände skizzierten Vorschlag für den Perry-Zyklus von 2400 bis 2500 eingereicht (Titel: "Gegenschlag"), was vielleicht etwas zu dieser Entscheidung beigetragen hat.

Und dann saß ich da. Gemeinsam mit Sabine Kropp und meinem "Datenlektor" Michel Thiesen ging es an die Ideensammlung, von der ich schon einmal auf der Perry-Homepage berichtet habe, und kurz darauf wanderten die Expos in die Post: Eines an Uwe Anton (oh Schreck - Uwe!), eines an Rüdiger Schäfer, an Hanns Kneifel (Ehrfurchtsstarre meinerseits - all die Orion- und anderen Romane ...), eines an unseren Schweizer Marc A. Herren, der hier sein Debüt in der Langform ablieferte, an Manfred H. Rückert und schließlich eines an Achim Mehnert, der den großen Bogen schlug und die Geschichte zu Ende brachte. Und ich? Ich bin jedesmal vor Spannung schier geplatzt. Dann die Romane in Händen zu halten ... es war fast, als hätte ich sie selbst geschrieben ... "Wenigstens" als Expo-Autor war ich in das Universum des Perry Rhodan und des Atlan zurückgekehrt.

Ob Klaus mir wohl die Blätter des Rechnungsblocks vermacht? Hinter Glas und neben den absolut gelungenen Titelbildern von Arndt Drechsler würden sie sich sicher gut machen ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen