Samstag, 2. Juli 2011

Faszinierende Wissenschaften


Als ich vor ich-weiß-nicht-mehr-wie-vielen Jahren auf das Angebot von Klaus Bollhöfener einging, für sein damals erst geplantes Magazin phantastisch! eine Rubrik über Wissenschaft aufzubauen, konnte ich nicht ahnen, wie lange mich das Thema letztlich beschäftigen würde. Heute-Morgen wurde zum Titel erkoren, und die Vorgabe lautete, aktuelle wissenschaftliche Themen der Gegenwart aufzugreifen und auf ihre Bedeutung für die Zukunft hin abzuklopfen - aufbereitet für einen an phantastischen Inhalten interessierten Leserkreis, aber fundiert und streng am Stand der aktuellen Wissenschaft. Als Physiker und ein-wenig-auch-Autor gefiel mir diese Konzeption natürlich extrem gut, insbesondere, weil ich auch Themen abseits des Mainstreams des Wissenschaftsjournalismus aufgreifen konnte und kleine Exkurse in die Welt der Science-Fiction bald zum festen Bestandteil werden sollten.
Zu einem Schwerpunkt der nun folgenden Serie von Artikeln wurde fast zwangsläufig die Astronomie, speziell die immer häufiger entdeckten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Aber auch die Frage nach Herkunft und Beschaffenheit des Lebens wurde ein Thema, und was der - teilweise überraschende - Stand der Erkenntnisse für Leben außerhalb der Erde bedeuten könnte. Zu meinem Erstaunen lernte ich dabei, dass sich gerade einmal ein paar Kilometer von hier entfernt in einem Reagenzglas ganz, ganz seltsame Gesellen tummeln ...  Weitere Artikel folgten, über künstliche Intelligenz und die Singularität, über bionische Verstandesstrukturen, und natürlich auch über Roboter und deren Schwärme. Die "reine" Physik kam zum Zuge im Bereich Zeitreisen, String-Theorie, alternative Schwarze Löcher und künstliche Gravitation, und natürlich durfte auch der Weltuntergang nicht fehlen (gleich in mehfacher Form), sowie die Raumfahrt, Kernfusion und König Laurins Tarnmantel.
Das alles mündete schließlich - der zweite Aspekt, der sich meinen Orakelkräften beharrlich entzog -, in ein Buch mit dem Titel "Faszinierende Wissenschaften" (Amazon), das im Humboldt-Verlag (Schlütersche Verlagsgesellschaft) erschienen ist, inklusive einem - und darüber freue ich mich ganz besonders - Vorwort von Klaus N. Frick, dem Chefredakteur der Perry-Rhodan-Serie. Was für ein Werdegang für eine Idee, die dareinst in einer bierseligen kleinen Kneipe neben dem Bahnhof von Kitzingen entstanden war.
Warum ich das ausgerechnet jetzt erzähle?
Weil meine kleine Nichte kürzlich mit leuchtenden Augen auf mich zu gestürmt kam und mir mit ihren neun Jahren erklärte, sie hätte mein Buch in der Mainzer Stadtbücherei entdeckt, in einem Ständer mit "ganz tollen Büchern zum Thema Wissenschaft".
Wow. Das sind Gefühle!
Nebenbei weiß ich nun auch, wer das Buch gekauft hat. Vielen, vielen Dank liebe Mainzer Stadtbibliothek!

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