Mittwoch, 14. Dezember 2011

Atlan Polychora - Die geträumte Welt

Da heute das Manuskript von Achim Mehnert eingetroffen ist, wird es wohl langsam Zeit, die Meldung auch selbst aufzugreifen: Es geht tatsächlich weiter mit Atlan, und zwar mit der Trilogie "Polychora", deren erster Band im Januar 2012 unter dem Titel "Die geträumte Welt" erscheinen wird.

Einiges an Arbeit liegt hinter uns - vorallem hinter Achim -, um aus den ersten Ideenskizzen dieses Buch zu machen, das mir nach dem ersten Blick ins Manuskript zu urteilen wieder sehr gut gefallen wird (und hoffentlich teilen viele, viele Leser meine Meinung!). Der Kulissenbau, von dem ich in einem früheren Posting gesprochen habe, ist also tatsächlich abgeschlossen, das Casting, das aufgrund verschiedener Verzögerungen niemals seinen eigenen Blog-Eintrag erhalten hat, ist umgesetzt, und die Schauspieler sind wieder einmal in Hochform gewesen - darunter alte Bekannte, gaaanz alte Bekannte (obwohl sie das nicht gerne hören wird), und einige noch-nicht-so-alte Bekannte, die nun hoffentlich kräftig aufeinander anstoßen und das Ende der Dreharbeiten feiern, während unser Chef-Lektor Michael Thiesen sich an die Post-Production macht. Es gibt Spezialeffekte, Action, Geheimnisse und Rätsel, und nicht nur ich fiebere dem Moment entgegen, da ich das Endprodukt in Händen halten werde.

Was mich daran erinnert, dass ich nun ganz, ganz schnell das Exposee zu Band 2 fertigstellen muss. Der Inhalt steht, auch den Titel könnte ich verraten (werde es aber nicht tun), nur ein paar Feinheiten bedürfen noch der Korrektur (zumindest sofern die Post-Production nichts Gegenteiliges meldet). Und dann kann Atlan sein Abenteuer in den unendlichen Weiten des Weltalls fortsetzen.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Verrücktes Zeugs der Gegenwart Teil 11: SIE SIND DA!!


Wie der Kommentator des Youtube-Videos es so schön ausdrückt: "What the hell is that?".

Die Hintergrundgeschichte: Gelegentlich lösen sich von der Sonne gewaltige Stürme elektrisch geladener Teilchen und werden in das Sonnensystem hinausgeschleudert. Auf ihrem Weg treffen sie dabei gelegentlich natürlich auch auf Merkur, den sonnennächsten Planeten unseres Sonnensystems. Die Sonne zu beobachten, und die Bahn dieser Teilchen, die etwas über die gewaltigen Prozesse im Sonneninneren verraten können, ist die Aufgabe von Raumsonden wie der amerikanischen STEREO-Sonde der NASA.

Dumm nur, wenn diese hochenergetischen Teilchen unterwegs zum Merkur auf ein gigantisches, Objekt treffen, und dies dabei seiner sorgfältigen und bislang undurchdringlichen Tarnung berauben. Aber es ist klar zu sehen: Ein planetengroßes Objekt, das in diesem Sonnensturm plötzlich aufleuchtet. Ein bislang verborgener Planet - etwa "Nibiru", der die von den Mayas für den 21.12.2012 vorhergesagten Weltuntergang bringen wird? Doch nein - die Struktur ist langgestreckt und zeigt keines der Merkmale eines Planeten. Etwas anderes hat da seine Präsenz offenbart, ein gigantisches Raumschiff von Aliens, vielleicht der Ausgangspunkt einer Invasion? Muss Roland Emmerich etwa bald mit einer Klage wegen der Urheberrechtsverletzung gegenüber kleinen, grünen Männchen (und Mädchen) rechnen? Wegen des Plagiierens ihrer Invasionspläne?

Wenn die moderne Wissenschaft doch nicht manchmal so undurchschaubare Methoden anwenden würde ... Denn wie das amerikanische Internet-Magazin space.com heute berichtete, gibt es natürlich auch eine ganz, ganz andere Erklärung, eine, die weder hysterische Menschen in den Selbstmord, noch Roland Emmerich in den finanziellen Ruin stürzen wird. Hintergrund ist die Tatsache, dass das menschliche Auge eigentlich nicht gerade als das optimale Beobachtungswerkzeug gilt, wenn es um das Weltall geht. Denn obwohl das Auge durchaus empfindlich auf Licht reagiert, ja sogar einzelne, geladene Teilchen als Lichtblitze wahrnehmen kann, so ist es bezüglich des Kontrasts ein evolutionärer Versager. Genau mit Kontrast hat man es aber bei der Beobachtung des Weltalls zu tun: Sonnen sind gleißend helle Objekte, alles andere jedoch tendenziell eher dunkle Erscheinungen (Staub- und Dunkelwolken, winzige Planeten usw.) Daher neigt man bei der Visualisierung stellarer Objekte etwas zur Korrektur des Kontrasts und fügt gerne Aufnahmen in Spektralbereichen hinzu, für die das Auge einfach völlig blind ist. Heraus kommen wunderschöne Aufnahmen leuchtender, schwebender Strukturen, die man in dieser Form mit bloßem Auge niemals zu sehen bekommen wird.

Genau das trifft auch auf die Aufnahmen zu, die hinter der ganzen Aufregung um das getarnte Raumschiff stecken. Hier hat man es mit vergleichsweise dunklen Wolken geladener Teilchen zu tun, die sich vor einem vergleichsweise hellen Hintergrund voller Sterne bewegen - ganz abgesehen natürlich von der Sonne selbst. Wie Russ Howard, Chef der Wissenschaftlergruppe und Nathan Rich, beide am United States Naval Research Laboratory (NRL) tätig, gegenüber space.com erklärten, muss man deshalb den Kontrast der Aufnahmen künstlich anpassen, um die gewünschten Teilchenwolken überhaupt sichtbar zu machen.

Dies tut man, indem man den störend hellen Hintergrund einfach aus dem Bild "herausrechnet". Man nimmt dazu ein Bild des Vortags, geht davon aus, dass alles, was man auf diesem Bild sieht, zum hellen Hintergrund gehört, und subtrahiert dessen Helligkeit aus den neuen Aufnahmen - schon wird die an sich von den Sternen überstrahlte Wolke sichtbar.

Dumm nur, wenn ein Planet im Bild war, wie in diesem Falle eben Merkur. Denn Merkur gehört zwar zum Hintergrund, verändert aber seine Position (er ist kein "Fixstern") - was dazu führt, dass im Bild Artefakte entstehen. Und aus simplen, technischen Gründen haben diese Artefakte nicht einmal annähernd die Form des Planeten, der sie hervorrief, sondern sind eher langgestreckt und unregelmäßig. Wie das "fremden Raumschiffs" in obigem Video eben ...

Unser bisheriges Weltbild ist also ... falsch. Weniger allerdings bezüglich der Existenz fremder Invasoren, als vielmehr bezüglich der Schönheit des Weltraums. Aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.