Dienstag, 21. August 2012

SOL 67 - Hanns Kneifel und Atlan

Heute ist die aktuelle SOL bei mir eingetroffen. Wie üblich und vom Magazin der Perry Rhodan-Fanzentrale auch zu erwarten, beschäftigt sich auch Ausgabe 67 hauptsächlich mit der größten Weltraumserie der Welt. Neben aktuellen Themen rund um die Erstauflage der PR-Serie bildet diesmal jedoch das Gedenken an den verstorbenen Hanns Kneifel einen wichtigen, wenn auch betrüblichen Schwerpunkt.

Passend zum Werk Hanns Kneifels, der in unzähligen Zeitabenteuern den Arkondiden Atlan schriftstellerisch quer durch die Menschheitsgeschichte begleitete (und dabei ganz wesentlich und sehr "menschlich" formte), beschäftigt sich Ausgabe 67 jedoch auch mit Atlan und seinen derzeitigen Abenteuern in der Arche "Polychora". Christian Kathan bespricht Band 1 von Achim Mehnert "Die geträumte Welt", der ihm, wie ich Christians Worten entnehme, wohl durchaus zugesagt hat, während Rüdiger Schäfer in "Der Quantengott" von seiner Arbeit am 2. Band "Kommandofehler" berichtet, und wie es dazu kam, dass sein Wunschtitel nur diesen Artikel, nicht aber den Buchdeckel ziert. Solche Beiträge - die ich natürlich nicht vorab zu sehen bekomme - interessieren mich immer brennend, denn sie verraten mir etwas darüber, wie andere unsere gemeinsame Arbeit wahrnehmen, und manchmal gelingt es mir sogar, daraus etwas zu lernen. Aber auch ich konnte mich nicht zurückhalten, weshalb eine ziemlich lange Kurzgeschichte ihren Weg in die SOL fand, in der es Atlan (indirekt) mit den Gegensätzen zwischen Ordnung und Chaos, Gut und Böse, und schließlich - in der Tradition von Hanns Kneifel - auch Liebe und Haß zu tun bekommt. Die ganze Geschichte entstand denn auch nur wegen einer einzigen Szene ... gut, auch das kleine Geplänkel zwischen Perry Rhodan und Atlan wollte einmal kurz geschrieben werden.

 

Der dunkle Fluss (Auszug)


Atlan musterte seinen Freund misstrauisch. Ihm war natürlich sofort aufgefallen, dass auf dem Tisch zwar zwei der kostbaren, antiken Kaffeetassen bereitstanden, es aber nur einen Stuhl gab. Perry Rhodan hatte seine Sticheleien über die Jahrhunderte hinweg wahrlich verfeinert. Und ein guter Lehrer, raunzte sein Extrasinn mit grimmiger Genugtuung, trug das Seine dazu bei.
Atlan seufzte und ließ sich auf einer besonders dicken Wurzel nieder. Durch eine Lücke im Blätterdach brannte die Sonne auf sein Genick, doch der sanfte Wind brachte ausreichend Linderung, um es hier eine Weile lang auszuhalten. Er rutschte hin- und her, bis alles zu seiner Zufriedenheit war, und angelte sich die Tasse, die Perry Rhodan mittlerweile mit Kaffee gefüllt hatte. Jamaica Blue Mountain. Er ließ das heiße Getränk über seine Zunge rinnen. Der Kaffee der Könige.
„Also: Was sollte SENECA markieren? Ich hatte dich unterbrochen. Und du hast Orangensaft am Kinn, Häuptling aller Barbaren.“
Nicht ein einziger Muskel im Gesicht des Perry Rhodan zuckte, obgleich er sich den Tropfen mit dem Zeigefinger abwischte und diesen dann ablutschte. „Wie du weißt, haben wir auf dem Hinweg vom Mahlstrom in die Milchstraße ein paar unserer Beiboote verloren. Manche leider mitsamt ihrer Besatzung.“


Mir persönlich gefällt diese Ausgabe der SOL wieder einmal sehr gut - und besonders für die Atlan-Fans unter uns steckt sie auch voller neuer Informationen..

PS: Rechtschreib- und Formulierungsfehler waren die Katze, die wiedermal auf der Tastatur herumtrampelt ...

Mittwoch, 8. August 2012

Zur Urlaubszeit: Basteln mit Perry

Auf den Perry Rhodan-Cons faszinieren mich immer wieder die Modellbauten ... Die Autoren beschreiben die Technik der fernen Zukunft, Risszeichner und Titelbildzeichner bannen sie auf's Papier, und die Modellbauer machen sie zu einer Realität, die man in die Hand nehmen kann (aber meistens nicht darf ...)

Na, dann baue ich eben mein eigenes Modell. Allerdings ist das mit dem Klebstoff und dem Messer so eine Sache ...

Hier also mein Blender-Modell eines "Raumboots" vom Typ "Gazelle", strikt nach der Zeichnung meines Lieblings-Risszeichners Christoph Anczykowski. Es ist ein, Zitat: "Fernaufklärer an Bord des Superschlachtschiffes TITAN während des Vorstoßes nach Arkon im Jahre 1984".

Was hätte ich als Jugendlicher darum gegeben, so etwas machen zu können, damals, als Perry im fernen Jahr 1984 nach Arkon flog ...

Montag, 6. August 2012

Curiosity ist sicher gelandet

Nach einem der waghalsigsten Flugmanöver der Raumfahrtgeschichte ("Seven Steps of Terror") ist die amerikanische Sonde Curiosity heute morgen sicher auf dem Mars gelandet. Das Unternehmen lief so schnell ab, dass man, wie Dep. Administrator der NASA Lori Gardner es formulierte, "tatsächlich die ganze Zeit über die Luft hätte anhalten können". Es verblieben gerade einmal 1 kg(*)Treibstoff in den Tanks - Maßarbeit!

Hier einige Bilder aus dem Kontrollraum während der Landung (alle (C) NASA TV):












(*) Update: Anderen Quelle zufolge waren noch 140 kg übrig ("wir haben die Tanks etwas überdimensioniert") - aber diese Details werden in den nächsten Tagen sicher noch geklärt. Und außerdem sind sie nicht wichtig. Hauptsache, das Ding ist unten