Samstag, 13. April 2013

E-Books, Titelbilder

Ein Test-Titelbild. Mehr dazu weiter unten ...
Ich habe jetzt auch einen E-Book-Reader. Wenn ich ehrlich sein soll, dann nicht aus Faszination an der modernen Technik, denn eigentlich war ich mit der "simple-is-beautiful"-Lösung durchaus zufrieden; haltbar, leicht zugänglich, hohe Verfügbarkeit, kaum Software-Probleme: Ein Buch hat so seine Vorteile. Aber es hat eben auch Nachteile. Deren wichtigster aus meiner Sicht: In größeren Mengen angehäuft, verstopft es Arbeitszimmer, ja, wenn dieser Entwicklung nicht konsequent Einhalt geboten wird, sogar ganze Wohnungen inklusive Keller und Dachgeschoss, bis keine Luft mehr zum Atmen bleibt. Das war der primäre Grund für meinen persönlichen Umstieg: Die Stapel wurden bedrohlich hoch, und ich wollte trotzdem den Konsum nicht einschränken (wer darin Spuren eines Suchtverhaltens findet, der darf sie behalten).

Aber das E-Book hat noch einen weiteren Vorteil, zumindest theoretisch: Man kann Bücher "anhäufen", die man sich normalerweise vielleicht gar nicht gekauft hätte. Ich zum Beispiel schwelge in einem Rückfall in meine Jugendjahre, indem ich mich durch alte Perry Rhodan-Silberbände (M 87 - da war vielleicht etwas los!) und Mark Brandis-Romane wühle; VPM gebührt hier ein besonderes Lob, denn bis auf die Atlan-Taschenbücher haben sie ihre "Backlist" komplett als E-Book verfügbar gemacht. Das ist der Weg, liebe Verlage: Auch alte, vergriffene Romane finden in mir einen Käufer, so ihr mich denn lasst. Traut euch einfach!

Selbstverständlich haben E-Books noch andere Vorteile. Sie bieten zum Beispiel eine realistische Plattform für Kleinverlage und Bücher im "Self-Publishing". Insbesondere letzteres ist natürlich für jeden eine Option, der sich mit Schreiberei in allen ihren Spielformen beschäftigt und nicht gerade von Verlagen mit Buchverträgen überhäuft wird. Das Thema muss man sich tatsächlich genauer anschauen.

Da ich in der Familie nicht der einzige bin, der (zumindest gelegentlich) Bücher schreibt, saß ich kürzlich mit meinen Schwestern zusammen und wälzte rein theoretische Möglichkeiten. Da gibt es verschiedene Punkte zu bedenken, denn im Unterschied zum klassischen Verlags-Buch ist eben kein Verlag im Spiel, der für ein anständiges Lektorat sorgt, ein gutes Marketing und solche Kleinigkeiten wie Titelbilder. Gerade Titelbilder sind für mich ein "Markenzeichen" eines Buches und ein wesentlicher Bestandteil des "Vertrags", der zwischen Buch und Leser entsteht: Ich signalisiere Dir, was in mir steckt, und Du, lieber Leser, gibst mir Dein Geld dafür. Meine Schwester denkt da zwar anders, aber ich halte Titelbilder auch im Zeitalter der E-Books für unerlässlich.

Sollte ich einmal selbst ein E-Book machen wollen, muss ich mir also Gedanken über ein Titelbild machen. Das fängt beim Motiv an, hört aber dort nicht auf, denn es ist nicht alleine das Bild, sondern ganz besonders auch die Gestaltung des Titelbildes, die für die Wirkung sorgt (positiv oder negativ).

Und da ich gerne mit solchen Themen experimentiere, habe ich mich darangemacht, einmal ein paar Alternativ-Titelbilder auszuprobieren. Als Thema habe ich ein altes, unveröffentlichtes Manuskript für einen Perry Rhodan-Planetenroman gewählt. Den wird es zwar nie als E-Book geben (da sind Verlags- und Markenrechte zu berücksichtigen), aber als Basis für ein Experiment schien es mir doch geeignet.

Hier also sechs Varianten eines Titelbildes. Ich hoffe, sie gefallen! Raumschiff und Abhrandor (das Lichtobjekt im Hintergrund) sind übrigens mit Blender gerendert.


Im Stil amerikanischer SF-Taschenbücher - reißerisch und dunkel. Mein Favorit. Layout übernommen von User "Godard" aus dem Perry Rhodan-Forum (vielen Dank - der Favorit meiner Frau)
In Anlehnung an das Titelbild eines Neal-Asher-Romans; rote Variante Die blaue Variante des gleichen Titelbilds
Und hier noch einmal in Grau, mit leicht geänderter Anordnung. Sieht aus wie ein Sachbuch ... Als Vergleich: Das Titelbild im Stil der alten Planetenromane (Copyright VPM, Heyne)