Samstag, 25. Mai 2013

Notizen vom Perry Rhodan-Con in Garching 2013

Kaum in Garching (bei München) angekommen, beim Einbiegen auf den Parkplatz des Hotels, fiel mir auf, dass ich die komplette Kamera-Technik vergessen hatte: Die kleine Kamera, die so hübsche Panoramabilder macht, weswegen ich sie gekauft hatte, ebenso wie die große Kamera, die noch viel hübschere Bilder macht, die aber eben viel größer ist, und mit der ich außerdem auf Kriegsfuß stehe, weil ich sie einfach nicht gerade halten kann (möglicherweise neigen aber auch diese relativ billigen Super-Zooms zu gnadenlosen Kissenverzerrungen, aber das kann auch nur eine Ausrede sein). Nach einer Stunde Fahrt und unter Berücksichtigung meiner üblichen Verspätung bedeutete das: Keine Bilder.

Daher also ein Con-Bericht ohne Bilder.

Wie immer in Garching war der Con toll organisiert, und der Händler- und Ausstellerbereich war erfreulicherweise übervölkert. Gleich zu Beginn meiner Reise stolperte ich zwei Gestalten aus einem benachbarten SciFi-Universum sozusagen in die Arme, was ein beeindruckendes Gefühl ist, wenn diese Arme meterlange Strahlenwaffen halten und zu Kopfgeldjägern gehören. Die beiden Burschen (oder Mädels, das war angesichts der massiven Panzerung nicht sicher zu unterscheiden) reagierten darauf wie Felsbrocken auf einen Kieselstein und setzen völlig unbeeindruckt ihren gemächlich-bedrohlichen Gang durch die Menschenmengen fort. Überall gab es Bücher, Modelle und Firlefanz aus dem Perry Rhodan-Universum zu sehen, ein buntes, hier und da von Arkonidinnen und anderen Gestalten akzentuiertes Treiben. Die ersten Bekannten liefen mir über den Weg, die ersten Erlebnisse wurden ausgetauscht; fast alle hatte ich sie seit dem Weltcon vor zwei Jahren nicht mehr gesehen.

Das Programm war wie immer umfangreich und interessant/unterhaltsam, litt aber unter der Präsenz von schönem Wetter und der Ankunft weiterer lange nicht gesehener Bekannter, sodass ich viel Zeit beim Kaffeetrinken und Ratschen verbrachte, statt ehrfürchtig den Ausführungen von Autoren und Fans zu lauschen. Ich selbst hatte einen Programmpunkt über die "Zukunft von Atlan"; gemeinsam mit Rüdiger Schäfer, Arnd Drechsler, Oliver Fröhlich, Dennis Mathiak und Michelle Stern stellte ich mich also den Fragen des gut gelaunten Moderators Roman Schleifer aka Tostan. Entgegen jeder Vereinbarung (meine Teilnahme war erst kurzfristig entstanden) knallte er mir natürlich sofort die allererste Frage vor den Latz, aber das Saalpublikum hat meinen Antwortversuch wohl gut überstanden, denn es gab keine Ausfälle. Überhaupt war auch dieser Programmpunkt erfreulich gut besucht, der Saal war praktisch voll, obwohl für die Antwort 30 Sekunden genügt hätten: "Keine Ahnung", was eine Grußnote des abwesenden Redakteurs Klaus N. Frick am Ende auch bestätigte.

Der Rest des Tages sowie der Abend ging für weitere Plaudereien und Gespräche über das eine oder andere private "Geheimprojekt" drauf, was sich - trotz des tollen Abendprogramms inklusive Kostümfest und anderer Darbietungen - ungebrochen  bis in die Morgenstunden und dann in den nächsten Tag hinein fortsetzte. Die Signierstunde ließ ich aus, und wer wissen möchte, warum, sei auf den exzellenten Artikel über ZEN im Conbuch verwiesen, in dem Hermann Ritter unsere diesbezüglichen Erlebnisse beim letzten Con vier Jahre zuvor aufge- und verarbeitet hat.

Tja,  und dann ging es auch schon wieder an die Heimreise. Nach dem Programmpunkt über Teufel in Exposees war über diesen Aspekt der Arbeit, mit dem ich selbst ja auch einige Male zu kämpfen hatte, alles gesagt, was es zu sagen gibt, das Hotel war bezahlt und geräumt, das bis dato schöne Wetter schlug innerhalb weniger Minuten in einen Wintersturm um, alle Themen waren ausgetauscht, alles potentiell auf den Weg geschickt, was potentiell auf den Weg geschickt werden sollte, sogar einige Nachzügler waren begrüßt und wieder verabschiedet ... der Con war zu Ende.

Es war wie immer ein schöner Con. Ein gut besuchter Con. Ein Con, auf dem viel über heraufziehende Altersgebrechen gesprochen wurde, sowohl bezüglich der Perry Rhodan-Serie, als auch bezüglich der verschiedenen Sprecher selbst. Es ist klar: Wenn es einen nächsten Garching-Con gibt, werde ich gerne kommen.

Und dann mit Kamera. Vermutlich ist sie dann schon in die Brille integriert, was vergesslichen Leuten wie mir das Leben doch erleichtert.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Tatorte

Nein, ich bin nicht in das Krimi-Genre eingestiegen. Der Titel "Tatorte" hat etwas mit österreichischem Humor zu tun, genauer gesagt mit einer Blog-Serie von Michael Marcus Thurner, in der er die Orte beschreibt, an denen Autoren, Schreiberlinge und Gelegenheits-Schreiberlinge wie ich ihre "Taten" vollbringen (und manches davon mag kriminelle Züge annehmen, wie die Redaktions-Seite dieses Spiels möglicherweise bezeugen würde).

Ich freue mich, dort neben vielen Kollegen ebenfalls Erwähnung zu finden, mit ein paar Bildern aus unserem neuen Domizil: http://mmthurner.wordpress.com/tat-orte/

Freitag, 17. Mai 2013

Auf dem Weg zum Perry Rhodan-Con in Garching

GarchingCon 2013
So, morgen früh geht es los zum Garching-Con. Ich freue mich wahnsinnig darauf, ein paar Freunde und Bekannte zu treffen, und einen ganzen Tag und einen ganzen Abend lang nur in Perry Rhodan und Science-Fiction zu schwelgen. Ich wünsche mir natürlich viele, viele Gäste und viele nette Gespräche, Wünsche, Gedanken und Anregungen. Man sieht sich hoffentlich! Nachmittags habe ich sogar einen Programmpunkt, bei dem es natürlich um Atlan und seine Zukunft geht. Ich denke, das wird eine sehr interessante Gesprächsrunde.

Sonntag, 12. Mai 2013

High-End in München

Das letzte Wort in Sachen HiFi-Verstärker
Auf der High End-Messe in München habe ich endlich meinen neuen Verstärker entdeckt. Einen absoluten Hammer mit einem Klang, der einfach überwältigend ist, obwohl keine ultra-teuren Boxen zum Einsatz kamen. Das Saxophon stand glasklar im Raum, der Bass war ein Gedicht an Zeichnung und Resonanz, einfach wunderbar ...

Gut, das Gerät ist allerdings 2,20 Meter hoch - im eingefahrenen Zustand. Denn die insgesamt acht Verstärkermodule können elektrohydraulisch ausgefahren werden, womit die Konstruktion die Höhe von 2,40 Meter deutlich übersteigen dürfte. 60.000 160.000 Watt Spitzenleistung sind möglicherweise auch ein wenig viel für meine Regalboxen. Und der Preis - ich habe nicht gefragt. Der Operator saß gelangweilt mit der Fernbedienung da und ließ die Segmente mal ein-, dann wieder ausfahren, wirkte aber etwas unnahbar. Wie das so ist, wenn ein Produkt für sich spricht, indem es Fragen aufwirft und sie gleich wieder im Keim erstickt. Ein Produkt, das aussieht wie das überwältigend intelligente Bordgehirn eines Science-Fiction-Raumschiffs.

Lautsprecher? Lautsprecher!
Die passenden Boxen habe ich natürlich auch gefunden. Alles in allem war es einmal wieder ein Bad in den technischen Möglichkeiten, von denen manche faszinierend, andere lustig und die dritten einfach sinnlos sind. Aber mir macht es Spaß, etwas "auf die Ohren" zu bekommen, denn zwischen meiner Heim-HiFi und diesen Produkten liegen klangtechnisch tatsächlich Welten.

Auf dem weiteren Weg vom Messegelände in Richtung Ostbahnhof gerieten wir dann in die Meisterschaftsfeier von Bayern München. Von den 15.000 Gästen am Marienplatz haben sich ungefähr 14.996 in die gleiche U-Bahn gezwängt, die auch wir benutzen mussten. Aber auch das war ein - glücklicherweise friedliches - Erlebnis.

Womit ich endlich auch einmal einen Fußball-Post habe (und hoffentlich die Hit-Zahl ins Gigantische anwächst) ...