Donnerstag, 16. Dezember 2010

Atlan "Sternensplitter" bei FanPro!

Heute wurde es verkündet: Die neue FanPro-Trilogie um die Abenteuer des unsterblichen Arkoniden-Imperators ATLAN erscheint ab Dezember 2010 unter dem vielversprechenden Namen "Sternensplitter".
Beginnen wird die Reihe mit dem Roman Taucher im Lavastrom aus der Feder des "neuen" ATLAN-Autors Oliver Fröhlich. Das phantastische Titelbildstammt stammt wie gewohnt von Arndt Drechsler (der diesmal tatsächlich mit Lava zu Werke gegangen sein muss), die Exposees aus der bewährten Werkstatt von Michael Marcus Thurner. Ich freue mich schon darauf, den Roman in Händen zu halten - spannende und kurzweilige Unterhaltung ist garantiert!
Gleichzeitig ist es ein Startschuss, selbst wieder Papier und Stift (ok, das Notebook) herauszukramen, denn wer weiß, was kommt - nach der Trilogie ist schließlich, wie unser Fußballfan Achim Mehnert sagen würde, vor der Trilogie ...

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Zuckerwatte in der Luft - YouTube & Co.

Es war im Sommer 2009, als mich eine Fügung der modernen Industriewelt überraschend für einen Tag in die USA verschlug - eine einzigartige Gelegenheit für technische Gespräche, die nicht ungenutzt verstreichen durfte.

Der Flug war chaotisch. Unter anderem fehlten, als die 747 in Amsterdam vom Gate ging, noch die Kollegen, die alle wichtigen Informationen - welches Hotel, wo findet das Treffen statt, mit wem denn eigentlich genau, usw. - in den Taschen respektive Köpfen hatten. Nur eine Nachricht auf meiner Mailbox führte mich schließlich ins richtige Hotel (Danke, Daniela!), das Hyatt Regency in Detroit/Dearborn, gleich neben Ford (gut, ganz Detroit ist "gleich neben Ford"). Aber das Zimmer war schön und groß.

Dann kamen Anspannung und Jetlag durch. Trotz Müdigkeit war an Schlaf nicht zu denken. Draußen schien die Sonne ... Außerdem ist ein riesiges Hotel, das man praktisch für sich alleine hat, langweilig bis deprimierend. Und alleine auf Reisen zu gehen, war ich auch nicht mehr gewohnt. Was tun also - die Bar?

Schließlich folgte ich meiner alten Gewohnheit, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Das hat in meiner einstigen "Wahlheimat" Südafrika schon für reichlich Kopfschütteln gesorgt, und nicht weniger in den USA - ein Blick in GoogleEarth zeigt sofort, warum: Außer dem Hotel und einer gigantischen Mall im Zentrum eines nahezu unendlichen Parkplatzes (ok, und ein paar Bäumen) gibt es rings um das Hyatt nichts, was man einfach so zu Fuß erreichen könnte (außer Ford).

Aber die Luft war herrlich warum und roch aus unbekannten Gründen tatsächlich nach Zuckerwatte, was in Kombination mit meiner Müdigkeit wohl meine - hah! - Abenteuerlust geweckt hat. Außerdem hörte ich, von irgendwo her, Musik ...

Die Spur führte mich zu einem richtig hübschen Restaurant ("The Big Fish") voller quirliger, junger Leute und mit einem reichlichen Vorrat an eiskaltem Bier (ich liebe es). Im Ausland kommt man meistens schnell mit den Leuten ins Gespräch, so auch hier, an der Freiluft-Bar, wo eine richtig gute kleine Band spielte. Fischbällchen auf Tellern wanderten umher, noch mehr Bier floss; einer löste sich aus der Runde, denn er war der Gitarrist der Band, und seine Pause war vorbei. Der Abend war kurzweilig und richtig nett; die USA kramten trotz der Krise, die damals schon richtige Breschen in Detroit schlug, all ihre Gastfreundschaft heraus, und der müde Gast aus "good ole Europe" fühlte sich pudelwohl.

Fast genau ein Jahr später entstand am gleichen Ort das folgende YouTube-Video. Übrigens, wer typisches BluesRockBalladenZeugs mit guter Instrumentierung mag, dem empfehle ich den Song "Bob's Tavern" von Pat Brennan - das war der Keyboarder; mein "Bierkumpel" Dan spielt darauf die Gitarre, und der Saxophonist - nun der mache durchgehend Musik und hatte kaum Zeit zum Bier trinken ...



PS: Ich nenne zwar das gleiche Keyboard mein Eigen, aber damit hören auch schon die Parallelen auf ...

Donnerstag, 9. Dezember 2010

The Dragon Has Landed


SpaceX hat erfolgreich ihre Dragon-Raumkapsel gestartet, im Orbit Manöver ausgeführt und das Raumfahrtzeug sanft und sicher zur Erde zurückgebracht.


Gratulation! Ich fühle mich wieder wie ein kleiner Junge. Ad Astra!


Freitag, 26. November 2010

Die Vorbereitungen laufen ... langsam

Resümee nach einer kurzen Durchsicht des Geschwurpsels: Es sind immer die Kleinigkeiten, die einem eine Warnung sein sollten ... Zwei Posts der Kategorie "Zurück aus ..." und zwei Posts der Kategorie "Immerhin ..." in dichter Folge, dazu geradezu wortkarge Titel - wie war das doch gleich? Im Alter folgt der Geist eben eingefahrenen Bahnen?

Nein, ich bin nicht alt. Ich fühle mich höchstens alt. Ist wohl eine Zivilisationskrankheit. Bei der Zivilisation auch kein Wunder ...

Ansonsten stricke ich an Neuigkeiten, um die Durststrecke endlich zu beenden.

Dienstag, 16. November 2010

Giganten

Ich hatte heute das besondere Vergnügen eines Besuchs in der Endausstattung des Airbus A380 - es gibt Kontakte akademischer Natur, die auch einem Sprössling der "Automobilen Industrie" manchmal in Gefilde führt, die etwas dichter an den eigenen Jugendträumen angesiedelt sind. Man könnte ja viel über Technik, Wissenschaft und ihre Rollen in der Gesellschaft diskutieren - speziell die industrielle Ausprägung oder die allgegenwärtige "Auftragsforschung" - aber nichts desto trotz muss ich feststellen: Es ist schon beeindruckend, was sich da in die Lüfte erhebt. Aus der Ferne eines Flughafens betrachtet, wirkt dieses Flugzeug zwar groß, aber nicht wirklich gigantisch - doch genau das ist der A380, wenn man direkt unter ihm steht und feststellt, dass jedes Triebwerk den Durchmesser eines Kurzstreckenjets besitzt. Airbus bietet Führungen an, und wer nach Hamburg kommt, der sollte die Gelegenheit beim Schopfe ergreifen und sich diese Meisterleistung einmal aus der Nähe ansehen. Manchmal tut es wirklich gut, mit dem Produkt jener alltäglichen Kämpfe konfrontiert zu werden, die uns in der Branche flächendeckend beschäftigen - der Zwang zu Innovationen, die technische Risiken, die Ausgereiftheit von Entwicklungsständen, über viele Länder verteilte Projektteams, Prozeduren und Spezifikationen vom Ausmaß mehrerer Telefonbücher, Zeitmangel, Geldmangel, Personalmangel, Marktunsicherheiten - aber am Ende funktioniert es doch. Und die Kollegen grinsen still in sich hinein, wenn wir mit offenen Mündern dastehen und uns fragen, wie in aller Welt man eine solche Entwicklung am Ende in die Luft bringen konnte.
Ach, und der kleine Brunder der A380 hat uns dann auch ganz brav wieder von Hamburg nach Hause gebracht - unauffällig und ohne Fehl und Tadel, wie es jeder Ingenieur gerne sieht.

Freitag, 12. November 2010

Blechkameraden

Neulich gab es im Perry Rhodan Forum eine interessante Diskussion über künstliches Leben - und zwar im Sinne der Frage, wann (und wie) ein künstliches Objekt "lebendig" wird, indem es sich eine eigene Seele zulegt, oder zumindest doch einen Verstand - womit die Sache für mich bereits unklar wird: wo soll(te) man denn nun diese Grenze überhaupt suchen oder ziehen? Über diesen und viele andere Aspekte dieser Thematik könnte man natürlich seitenlang diskutieren (und hauptsächlich spekulieren), was im Forum auch getan wurde und deshalb hier nicht widerholt werden soll. Es hat mich aber sehr an meine eigenen Anfänge im Bereich Science Fiction Ende der 70er Jahre erinnert, als mich die mit Gehirnen ausgerüsteten Schiffe des Mark Brandis ebenso faszinierten wie die Posbis der Perry Rhodan-Serie. In meinen drei ersten (veröffentlichten) Kurzgeschichten ging es denn auch um einen Roboter, der die Welt verbessern wollte, einen, der an ihr Verzweifelte und sich in den Tod stürzte, und einen Computer, der die Rolle eines Menschen erschleicht, um das Leiden eines solchen zu lindern ... Bis heute hat mich die Fragestellung nie so ganz ganz losgelassen, was Leser der ATLAN-Taschenbuchreihe bei FanPro (Monolith-Zyklus) vielleicht an der Figur des Calipher bzw. Calipher-SIM bzw. Calipher-Geist erahnen können.
Wenn es aber einen solchen der Künstlichkeit entstiegen Geist gäbe - was würde er tun? Alles besser machen als wir? Resignieren? Oder einfach so tun, als wäre er auch nur ein Mensch?

Papiertiger

Ich weiß nicht, ob die folgenden beiden Meldungen etwas über die Zukunft der Menschheit im All aussagen oder nicht, aber unterhaltsam finde ich sie trotzdem:
Das britische Fluggerät Vulture-1 hat erstmalig erfolgreich Bilder vom Rand des Weltalls übermittelt und diese Mission auch unbeschädigt abgeschlossen.
Ich weiß, das klingt jetzt nicht gerade aufregend, aber Vulture-1 ist keine Rakete und auch kein Höhenaufklärer, ist kein Geisteskind von Burt Rutan (Spaceship One) oder Elon Musk (Falcon 9), sondern ein ... Papierflugzeug. Aus - eben. Aus Papier. Etwas überdimensioniert, aber doch nur aus Papier. Damit wurde der erste Meilenstein des internationalen Unternehmens Paper Aircraft Released In Space (PARIS) erfolgreich absolviert, der auf eine japanische Initiative zurückgeht (genannt: Wir werfen Papierflieger aus der internationalen Raumstation ISS und lassen uns überraschen).
Sind das die Anfänge einer ganz neuen Technologie? Es könnte uns einiges bevorstehen, insbesondere, wenn man noch die zweite Meldung hinzunimmt: Diesmal geht es um leichtgewichtige Bauelemente für Raumstationen und Raumschiffe, die im All aus - nein, nicht aus Papier, sondern aus Rohstoffen gefertigt werden, die als platzsparendes Granulat von der Erde oder theoretisch auch dem Mond geliefert werden. Hintergrund sind bahnbrechende Weiterentwicklungen im Bereich des 3D-Drucks von komplexen mechanischen Baugruppen. Die neugegründete Firma Made in Space scheint ernsthaft gewillt zu sein, diesen revolutionären Ansatz in die Tat umzusetzen und sammelt derzeitig die benötigten Geldmittel ein, um einen ersten Drucker auf der ISS zu installieren.
Einen gewissen Charme kann man der Idee nicht absprechen. Immerhin besteht die Zukunft im Erfolgsfall dann nicht nur aus ... (politischem) Papier.